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Der Hund im Seniorenalter

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Wann ist ein Hund alt? Was bedeutet Altern?

Ganz allgemein wird die Grenze zum Senior bei 8 Jahren angesetzt. Es gibt aber -- genau gleich wie beim Menschen -- grosse Unterschiede: einerseits zwischen den einzelnen Tieren einer Rasse und andererseits zwischen den verschiedenen Rassen. Generell gilt die Aussage, je grösser der Hund, desto kürzer ist seine Lebenserwartung. Zwergpudel und Schnauzer können schon mal 20 Jahre alt werden, wohingegen ein Berner Sennenhund oder Riesenschnauzer mit 12 Jahren schon ein sehr hohes Alter erreicht hat.

Biologisch betrachtet ist das Altern ein natürlicher Prozess der Abnutzung und er beginnt schon bei der Geburt. Die Fähigkeit des Organismus, abgestorbene oder abgeschilferte Zellen in den Organen zu ersetzen, nimmt mit dem Alter zunehmend ab. Demzufolge nimmt auch die Anzahl der funktionierenden Zellen in den Organen ab und in der Folge wird die Organfunktion als Ganzes vermindert. Zudem verringert sich auch die Leistung der noch bestehenden Zellen. Dieser Prozess ist individuell genetisch vorbestimmt und wird durch Einwirkungen aus der Umwelt beeinflusst. Weitere Gründe für die Abnahme und Veränderung der Organfunktionen liegen in der Summe der bereits durchlebten Verletzungen, Unfälle oder Krankheiten. Der Kontrollmechanismus, durch welchen krankhaft veränderte Zellen erkannt und beseitigt werden, wird schwächer. Es kann daher sein, dass solche veränderten Zellen sich ungehindert vermehren – eine Krebserkrankung kann daraus entstehen.

Aus der Sicht der Akupunktur oder Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) kommt jedes Lebewesen mit einer vorbestimmten Menge Jing (sprich: Tsching) auf die Welt. Das Jing ist die Essenz, sozusagen das Lebenselixier. Es gehört neben der Energie Qi (sprich Tschi), dem Blut (Xue), dem Geist (Shen) und den Flüssigkeiten (JinYe) zu den fünf Grundsubstanzen im Körper. Die Menge an Lebenselixier (Jing), die ein Lebewesen auf seinen Lebensweg mitbekommt, wird bestimmt durch den Gesundheitszustand der Eltern zum Zeitpunkt der Zeugung. Ist es zu wenig, bedeutet es ein kurzes Leben oder gar Missbildungen. Ist es in Hülle und Fülle vorhanden, bedeutet es ein langes Leben, vorausgesetzt man verbraucht es nicht unnötig durch einen unseriösen Lebenswandel. Ist dieses Lebenselixier (Jing) aufgebraucht, tritt der Tod ein. Sinngemäss haben die Chinesen dem Alterungsprozess also den Namen Jing-Abnahme gegeben.

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Dieser Artikel ist erschienen im Hundemagazin 1/2007
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autor:
Dr. med. vet. Janine Mühlherr
Tierärztin mit Spezialgebiet Akupunktur an der Tierklinik-Obergrund, Luzern
Tierklinik Obergrund
Schlossstrasse 11
6005 Luzern