Home

Allgemeines

Auswahlseite Hunde

Senioralter

Allgemeines

Altern

Altersbeschwerden

Alzheimer?

Ernährung

Auswahlseite Katzen

Kontakt

Suche

Der Hund im Seniorenalter

vorherige Seite

Psychische Gesundheit – Hunde mit Alzheimer?

Tägliche Aktivität und mentales Training sollten beim alten Hund unbedingt beibehalten werden. Allerdings muss man es gleichzeitig anpassen an das erhöhte Ruhebedürfnis älterer Hunde. Sie ziehen sich gerne zurück und schlafen viel tiefer als Junge. Dies sollte von allen Familienmitgliedern respektiert werden. Hunde können im hohen Alter auch an so genannter Kognitiver Dysfunktion (= geistiger Verwirrtheit oder Demenz) leiden, was mit ähnlichen Symptomen wie bei der Alzheimer-Krankheit beim Menschen einhergeht. Die Zellen des Gehirns sind bei der Geburt angelegt und falls eine abstirbt wird sie nicht wieder ersetzt. Daher ist das Gehirn schädigenden Einflüssen viel wehrloser ausgesetzt als andere Organe, wie z. B. die Muskeln, die eine beschädigte Zelle einfach wieder ersetzen zum Beispiel bei einem Muskelkater.
Wie bei vielen Krankheiten im Alter ist das Ziel einer Behandlung der Kognitiven Dysfunktion nicht die Heilung, sondern eine Verbesserung der Lebensqualität. Schulmedizinisch kommen Medikamente zum Einsatz, die die Durchblutung des Gehirns fördern, regelmässige Bewegung an der frischen Luft unterstützen dies zusätzlich. Auch Medikamente, die die Nervenzellen vor schädlichen Radikalen, also vor dem Zerfall schützen, kommen zum Einsatz.

Chinesisch gesprochen ist eine geistige Demenz ein Mangel an Essenz (Jing). Da diese Essenz nach Vorstellungen der Chinesen in der Niere gelagert wird, würde es nicht überraschen, wenn ein solcher Patient gleichzeitig auch eines der folgenden Symptome zeigen würde: Niereninsuffizienz, Inkontinenz, Schwerhörigkeit, Unruhe während der Nacht, Rückenprobleme und Schwäche in den Hinterbeinen. Ein therapeutischer Ansatz für die Akupunktur wäre: die Niere stützen, die Essenz (Jing) nähren und die Milz stärken, damit weniger von der Essenz verbraucht wird (siehe nächster Abschnitt). Ein zweiter Aspekt aus chinesischer Sicht beruht auf der Grundlage, dass der Geist (Shen) laut chinesischem Verständnis seinen Sitz im Herz hat und auf das Blut (Xue) angewiesen ist um ruhig zu sein. Ist der Geist gestört oder unruhig (z. B. vor allem in der Nacht) dann kann das auf einen Mangel an Blut (Xue) deuten, oder einen Yin-Mangel um einen übergeordneten Ausdruck zu gebrauchen.

nächste Seite

Dieser Artikel ist erschienen im Hundemagazin 1/2007
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autor:
Dr. med. vet. Janine Mühlherr
Tierärztin mit Spezialgebiet Akupunktur an der Tierklinik-Obergrund, Luzern
Tierklinik Obergrund
Schlossstrasse 11
6005 Luzern