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Verschiedene Anästhesieformen und deren Überwachungsmethoden in der Kleintiermedizin

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Die Lokalanästhesie

Bei der Lokalanästhesie kommt es zur Schmerzunempfindlichkeit einer bestimmten Körperregion ohne Ausschaltung des Bewusstseins. Dabei kann ein Lokalanästhetikum direkt, wie z. B. bei Augenuntersuchungen, appliziert werden, oder bei einer Epiduralanästhesie in den Epiduralraum verabreicht werden. Der Epiduralraum ist ein mit Fett und Gefässen gefüllter Raum, zwischen Rückenmark und Wirbelsäule. Die Injektionsstelle liegt beim Hund am Ende des Rückenmarkes zwischen dem letzten Lendenwirbel und dem Kreuzbein. Diese Methode wird sehr häufig in Kombination mit einer Vollnarkose bei Eingriffen an den Hinterextremitäten (z. B. Kreuzbandriss, Knochenbrüche) durchgeführt, um eine verbesserte und längere Schmerzfreiheit zu erzielen.
Eine weitere Möglichkeit wäre das Umspritzen einer Wunde mit Lokalanästhetikum, damit eine Wundversorgung durchgeführt werden kann. Diese Methode ist beim Hund schwierig durchzuführen, da der Hund im Gegensatz zum Mensch nicht ruhig liegen bleibt.
Oberflächenanästhetika werden bei Tätowierungen auf der Ohrinnenseite verwendet. Es handelt sich dabei um eine Creme, die mindestens eine Stunde vor der Tätowierung aufgetragen werden sollte. In der Humanmedizin wird diese Creme zur Schmerzausschaltung bei Nadeleinstichen verwendet. Die analgetische Wirkung ist beim Mensch und beim Hund nur dann sichergestellt, wenn nach dem Auftragen der Creme ein deckender Verband für 1 – 2 Stunden angelegt wird. Bei Applikation ohne Verband konnte keine analgetische Wirkung nachgewiesen werden. Das Anlegen eines Verbandes im Bereich des Ohres kann gerade bei Welpen Schwierigkeiten bereiten. Ohne einen Verband ist eine genügende Schmerzfreiheit nicht gewährleistet.

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Dieser Artikel ist erschienen im Hundemagazin
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autorin:
Dr. med. vet., Dipl. ECVS, Christine Wacker
Tierärztliches Überweisungszentrum
Haupstrasse 21
4456 Tenniken
www.tuez.ch