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Der Atmungsapparat

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Die Luft wird durch die Nasenlöcher eingesogen und gelangt durch die Nasenhöhle, den Rachen, den Kehlkopf und die Luftröhre zur Lunge. Hier erfolgt die Verzweigung der Luftröhre in die zwei Hauptbronchien für die beiden Lungenflügel. Die Hauptbronchien teilen sich dann in kleinere Bronchien und schliesslich in die Lungenbläschen, ähnlich wie ein Baumstamm sich in Äste und Zweige aufteilt.
Der Nasenhöhle sind die Nasennebenhöhlen (Kieferhöhle, Stirnhöhle) angeschlossen. Vereiterungen kommen vor, z.B. als Folge einer Zahnfachvereiterung.
Bei Reizungen der Nasenschleimhaut wird ein Niesreflex ausgelöst. Das Riechen erfolgt nur im allerhintersten Teil der Nasenhöhle; nur hier sind spezielle Sinneszellen vorhanden, die Gerüche aufnehmen und an das Hirn weiterleiten, wo sie bewusst wahrgenommen werden. Die Riechschleimhaut des Hundes ist dabei etwa 30x so gross wie diejenige des Menschen, Hunde riechen deshalb viel besser als wir.
Im Rachen kreuzen sich Atmungsweg und Nahrungsweg. Es ist deshalb wichtig, dass hier beim Schlucken ein Bissen in die Speiseröhre und nicht fälschlicherweise in die Luftröhre gelangt. Dazu wird der Eingang zur Luftröhre beim Schlucken durch den Kehldeckel verschlossen. Auch Hunde und Katzen können Schluckweh haben und werden in der Folge zwar Interesse an der Nahrung zeigen, aber kein Futter fressen.
Die Luftröhre wird durch einzelne Knorpelringe gestützt, damit ihr Durchmesser immer etwa gleich bleibt. Auch die grösseren Bronchien sind noch durch Knorpel gestützt. Die kleinen Lungenbläschen sind von Auge nicht mehr sichtbar und haben eine ganz dünne Wand. Hier erfolgt der Gasaustausch, d.h. Sauerstoff wechselt von den Lungenbläschen in die Blutbahn und verbrauchtes CO2 wird dafür aus der Blutbahn an die Lungenbläschen abgegeben und ausgeatmet. Bei einer Bronchitis ist die Bronchialschleimhaut entzündet, bei einer Lungenentzündung ist auch das Lungengewebe betroffen; das Lungengewebe wird durch Bindegewebe ersetzt, was zur Folge hat, dass ganze Lungenteile nicht mehr richtig belüftet werden.

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Dieser Artikel ist erschienen im Schweizer Hundemagazin Ausgaben 1/2002 und 2/2002
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autorin:
Dr. med. vet. Cornelia Z'berg