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Die Harnorgane

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Die Nieren liegen beiderseits in der Lendengegend, eingepackt in viel schützendes Fettgewebe. Sie sind wichtige Ausscheidungsorgane. Sie scheiden den Harnstoff aus, der in der Leber aus dem für den Körper giftigen Ammoniak gebildet wurde. Die Nieren sind aber auch an der Regulation des Wasser- und Mineralstoffhaushaltes und des Blutdruckes beteiligt. Der Urin wird in den Nieren aus dem Blut filtriert. Die kleinen Nierenkörperchen bilden eine Art Trichter, in welchem Gefässschlingen verlaufen. Niedermolekulare Stoffe können durch die Trichtermembranen hindurchschleichen und so aus dem Blut in die harnführenden Kanälchen wechseln. Durch diese Kanälchen tröpfelt der Urin ins Nierenbecken und gelangt über die Harnleiter in die Harnblase. Die Harnblase ist ein Speicherorgan, ihr Verschluss erfolgt durch Muskulatur am Blasenhals. Wenn die Blase voll ist, wird ihre Wand ganz dünn. Dies kann beispielsweise bei Autounfällen zu Problemen führen, weil die Blase platzen kann. Dann gelangt der Urin in die Bauchhöhle, es kommt zu einer inneren Vergiftung mit Harnstoff.
Von der Harnblase gelangt der Urin durch die Harnröhre in die Aussenwelt. Die Harnröhre ist bei der Hündin viel kürzer als beim Rüden, deshalb sind Hündinnen anfälliger auf Blasenentzündungen. Diese Erkrankung äussert sich dadurch, dass die Hündin sich sehr oft hinsetzt, um Harn abzusetzen, es kommen aber nur ein paar Tropfen. Davon unterschieden werden muss Urin, der ausfliesst ohne dass die Hündin die typische Harnabsatzstellung zeigt. Unbewusstes Harnträufeln (Harninkontinenz) kommt bei 20% der kastrierten Hündinnen vor. Risikopatienten sind vor allem Rassen mit einem Körpergewicht über 20 kg.

Bild Längsschnitt durch die Niere eines Hundes Abbildung 13:
Längsschnitt durch die Niere eines Hundes

Ganz aussen in der Rinde befinden sich die Nierenkörperchen, in denen der Urin aus dem Blut filtriert wird. Der Urin fliesst dann durch die Kanälchen im heller werdenden Mark zum Nierenbecken. Unten am Bild verlässt der Harnleiter das Nierenbecken.

Leider kommt es bei älteren Tieren nicht selten zu Nierenerkrankungen. Bei Katzen ist eine der häufigsten Todesursachen eine chronische Niereninsuffizienz. Erste Symptome sind vermehrtes Trinken, vermehrter Harnabsatz und gelegentliches Erbrechen. Leider ist aber ein Grossteil der Niere bereits zerstört, wenn die ersten Symptome auftreten.

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Dieser Artikel ist erschienen im Schweizer Hundemagazin Ausgaben 1/2002 und 2/2002
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autorin:
Dr. med. vet. Cornelia Z'berg