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Die Geschlechtsorgane

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Beim männlichen Tier werden die Spermien in den Hoden gebildet, reifen im Nebenhoden aus und gelangen bei der Ejakulation über die Samenleiter in die Harnröhre, die im Penis verläuft. Kurz vor der Einmündung der Samenleiter in die Harnröhre sind die Geschlechtsdrüsen angelagert, besonders bekannt die Prostata (Vorsteherdrüse). Erst wenn das Sekret dieser Drüsen zu den Spermien hinzukommt, sind diese befruchtungsfähig. Entzündungen der Prostata sind sehr schmerzhaft. Bei älteren Rüden kann die Prostata vergrössert sein, was der Hund dadurch zeigt, dass er kaum Kot absetzen kann. Sowohl bei Entzündungen wie auch bei Entartungen der Prostata hilft eine Kastration des Rüden.
Die Hoden entwickeln sich in der Bauchhöhle und steigen in den ersten Wochen nach der Geburt in den Hodensack hinab. Unterbleibt dieser Abstieg, ist der Hund ein "Kryptorchide". Dabei kann ein Hode oder beide Hoden entweder in der Leistengegend oder in der Bauchhöhle stecken bleiben. Der Rüde ist dann nicht zeugungsfähig, da die Temperatur in der Bauchhöhle zu gross für lebensfähige Spermien ist. Er wird aber das normale Rüdenverhalten zeigen, da von den Hoden trotzdem männliches Geschlechtshormon, Testosteron, gebildet wird. Bei Kryptorchiden besteht jedoch das Risiko, dass die Hoden krebsig entarten.
Die Eierstöcke der Hündin liegen hinter den Nieren. Sie haben beim Hund ein kleineres Aufhängeband als bei der Katze, weshalb die Kastration bei der Hündin aufwendiger als bei der Kätzin ist. Bei der Kätzin werden meist nur die Eierstöcke entfernt, bei der Hündin wird oft auch die Gebärmutter herausoperiert, um zu verhindern, dass sie später vereitert. Bei apathischen unkastrierten Hündinnen, die viel trinken, muss immer auch an eine Vereiterung der Gebärmutter (Pyometra) gedacht werden! Die Gebärmutter hat einen kurzen Körper und eileiterwärts zwei bleistiftartige Hörner. Bei einer Trächtigkeit entwickeln sich die Welpen gleichmässig in beiden Hörnern. Der Gebärmutterhals ragt in die Scheide vor, in die auch die Harnröhre mündet, das heisst es gibt anders als bei der Frau, eine gemeinsame Harn- und Geschlechtsöffnung.

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Dieser Artikel ist erschienen im Schweizer Hundemagazin Ausgaben 1/2002 und 2/2002
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autorin:
Dr. med. vet. Cornelia Z'berg