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Auge und Ohr

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Die wichtigste Schicht des Auges ist die Netzhaut (Retina). In ihr werden Lichtimpulse in elektrische Potentiale umgewandelt, die dann über die Sehnerven zum Gehirn gelangen, wo die Seheindrücke bewusst wahrgenommen werden. Das Licht gelangt durch die transparente Hornhaut und durch die dahinterliegende Pupillenöffnung der Iris (Regenbogenhaut) zum Augenhintergrund auf die Netzhaut. Je nach Lichteinfall ist die Pupille gross oder klein. Die Feinregulierung der Lichtbrechung wird dahinter von der Linse besorgt. Die Iris ist meist braun gefärbt, kann aber bei gewissen Rassen auch blau sein. Dies ist eine Frage der Pigment- und Fettverteilung. Darum herum liegt zum Schutz der inneren Strukturen noch die weisse äussere Augenhaut (Sklera).
Die Bindehäute sollten hellrosa sein, bei Augenentzündungen, die durch Zugluft entstehen können, sind sie manchmal dunkelrot gefärbt. Die meisten Tiere haben ein 3. Augenlid, die Nickhaut, die im nasenseitigen Augenwinkel liegt. Bei starkem Wurmbefall bei Katzen kann das 3. Augenlid vorfallen, man sieht dann ein weisses Häutchen über dem Auge. Jede Augenveränderung sollte von einem Tierarzt untersucht werden, um nicht das Sehvermögen des Tieres zu gefährden! Es ist gefährlich, menschliche Augentropfen beim Tier anzuwenden, da beispielsweise bei Hornhautverletzungen keine cortisonhaltigen Produkte zur Anwendung kommen sollten.
Das Ohr besteht aus äusserem Ohr, Mittelohr und Innenohr. Mittel- und Innenohr sind der klinischen Untersuchung nicht zugänglich und können nur röntgenologisch oder mittels Computertomographie dargestellt werden. Das Mittelohr wird durch das Trommelfell vom äusseren Ohr getrennt. Im äusseren Ohr verläuft der äussere Gehörgang zuerst senkrecht im knorpeligen Teil, dann waagrecht im Schädel. Beim Putzen der Ohren kann nur der senkrecht verlaufende Teil gereinigt werden, den waagrechten erreicht man nur durch "Langziehen" der Ohren. Dabei muss man bei Abwehrbewegungen des Hundes aufpassen, dass das Trommelfell nicht verletzt wird.

Bild Schnitt durch das Ohr Abbildung 14:
Schnitt durch das Ohr

linkes Bild: Stehohr mit weitem äusserem Gehörgang.

rechtes Bild: Hängeohr mit engem äusserem Gehörgang -> schlechtere Belüftung -> gehäufte Enzündungen.

Beim Hörvorgang kommt das Trommelfell durch Schallwellen in Schwingung. Seine Schwingungen werden im Mittelohr über die Gehörknöchelchen (Hammer, Amboss, Steigbügel) auf das Innenohr übertragen, wo sich spezielle Rezeptoren befinden. Von da gelangen die Reize zum Gehirn, wo sie bewusst wahrgenommen werden. Von den verschiedenen Tierarten werden unterschiedliche Schallfrequenzen wahrgenommen.

Dieser Artikel ist erschienen im Schweizer Hundemagazin Ausgaben 1/2002 und 2/2002
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autorin:
Dr. med. vet. Cornelia Z'berg