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Allergien: Atopische Dermatitis ein häufiges Hautproblem

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Wie entsteht atopische Dermatitis?

Beim Menschen spricht man neben atopischer Dermatitis auch von Neurodermatitis oder Neurodermitis. Die atopische Dermatitis (AD) beim Hund hat viele Ähnlichkeiten mit der Krankheit beim Menschen.
Diese Hauterkrankung ist definiert als ein chronische wiederkehrende Hautentzündung mit vererbter Veranlagung und einer typischen Klinik, wobei Juckreiz ein wichtiges Symptom ist. Das Immunsystem eines Hundes mit AD bildet bestimmte Antikörper im Blut (IgE Antikörper) gegen Allergene. Diese Allergene kommen aus der Umwelt und können Hausstaubmilben, Vorratsmilben, Pollen von Bäumen oder Gräsern sein. Beim gesunden Hunde findet man keine oder nur wenige dieser IgE-Antikörper. IgE-Antikörper sind wesentlich an der Entzündungsreaktion in der Haut beteiligt, die dann auch für den Juckreiz verantwortlich ist.
Allergische Krankheiten sowie atopische Dermatitis und Asthma sind ein wachsendes Problem beim Menschen in westlichen Ländern.
Es ist bekannt, dass beim Menschen viele Faktoren in der Entwicklung dieser Krankheit eine Rolle spielen: genetische Veranlagung, psycho-soziale Faktoren (inkl. Stress), Kontakt zu Allergenen und weitere Umgebungsfaktoren.
Die genetische Veranlagung: Auch beim Hund kommt eine familiäre Anhäufung vor und bestimmte Rassen haben häufiger atopische Dermatitis. In der Schweiz sind dies z. B. Boxer, West Highland White Terrier, Deutsche Schäferhunde, Dalmatiner, Labrador- und Golden Retriever. Landesabhängige Unterschiede sind vorhanden und somit kann diese Liste in anderen Ländern verschieden aussehen und sich durch züchterische Massnahmen ändern.
Andere Faktoren, welche die Entwicklung der atopischen Dermatitis beim Menschen beeinflussen, sind die „westliche-hygienische“ Lebensart und die Umweltverschmutzung. Beispiel: Kinder, welche häufiger bakterielle oder virale Infekte gehabt haben, entwickeln weniger häufig Asthma. Kinder in armen Ländern, welche hochgradig verwurmt sind, haben weniger Allergien. Kinder, welche auf einem Bauernhof wohnen, haben weniger Allergien als Kinder, welche in einer Stadt leben.
Auch für unsere Hunde hat sich die Umgebung stark geändert über die letzten 30 Jahre. Viele Hunde leben mehr im Haus als früher, fressen anderes Futter und werden regelmässig geimpft und entwurmt. In dieser veränderten Umgebung haben die Hunde einerseits auch mehr und länger Kontakt zu Hausstaubmilben und Luftverschmutzung, andererseits haben sie weniger bakterielle, parasitäre und virale Infektionen. Ob diese Veränderungen auch beim Hund für die atopische Dermatitis verantwortlich sind, ist allerdings nicht sicher, da noch keine genauen Studien darüber gemacht wurden.

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Dieser Artikel ist erschienen im Hundemagazin
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autorinnen:
Petra J. Roosje, DVM, PhD, DECVD
Silvia Ruefenacht, Dr. med. vet.
Abteilung Dermatologie
Departement klinische Veterinärmedizin
Universität Bern
Postfach 8466
3001 Bern
http://www.kkh.vetsuisse.unibe.ch/deutsch/Dermatologie.htm