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Allergien: Atopische Dermatitis ein häufiges Hautproblem

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Klinik

Typische Symptome der atopischen Dermatitis sind wiederkehrender oder chronischer Juckreiz und Hautentzündungen. Diese Probleme fangen häufig im Alter von 6 Monaten bis zu 3 Jahren an. Die meisten Hunde behalten diese Erkrankung ihr ganzes Leben lang und relativ selten „wachsen“ die Hunde aus ihrer atopischen Dermatitis heraus.
Diese Hunde kratzen, lecken, oder nagen sich häufig an den Pfoten, beim After und am Bauch oder reiben sich die Augen und Schnauze. Viele Hunde haben regelmässig gerötete Ohrmuscheln oder Ohrenentzündungen (Otitis). Als Folge des Kratzens wird der Hund kahl an diesen Stellen und die Haut entzündet sich noch mehr.
Diese Symptome können das ganze Jahr auftreten oder auch von der Jahreszeit abhängig sein. Z. B. bei. einer Grasspollenallergie hat der Hund in der Pollensaison Juckreiz und im Winter ist er wider „normal“.
Typischerweise verschwinden bei einer Behandlung mit Kortison die Hautentzündung und der Juckreiz (das Immunsystem wird unterdrückt). Die Haut wird wieder normal. Stoppt man jedoch die Medikamente, dann kommt der Juckreiz wieder zurück und damit auch die selbst-verursachten Hautveränderungen.
Ein weiteres Problem bei diesen Hunden ist die Veränderung der Hautflora. Das Lecken/Kratzen und Nagen beeinflusst die normale Besiedlung der Haut mit Bakterien und Hefepilzen. Das Gleichgewicht auf der Haut wird zerstört und Erreger vermehren sich. Diese Erreger können nun selbst wieder Hautentzündungen verursachen. Fazit: Die Entzündungsreaktionen durch Bakterien und Hefepilze verschlimmern den Juckreiz und die durch die atopische Dermatitis hervorgerufene Hautentzündung noch mehr. Es bildet sich ein Teufelskreis.
Abhängig von der Dauer und Intensität kann der Hund einen üblen Geruch haben, ein kahles und stumpfes Fell, eine gerötete Haut oder eine stark pigmentierte (schwarze), verdickte, „Elefantenhaut“.
Der chronische und wiederkehrende Juckreiz und die Hautentzündung sind ein schwer wiegendes Problem für den Besitzer und den Hund.
Die Lebensqualität der Hunde selbst ist sicher beeinträchtigt. Wir alle wissen, wie sehr ein kleiner Mückenstich uns belästigen kann. Hunde, die auf eine Therapie gut ansprechen, sind wieder lebendiger und fröhlicher oder arbeiten besser.

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Dieser Artikel ist erschienen im Hundemagazin
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autorinnen:
Petra J. Roosje, DVM, PhD, DECVD
Silvia Ruefenacht, Dr. med. vet.
Abteilung Dermatologie
Departement klinische Veterinärmedizin
Universität Bern
Postfach 8466
3001 Bern
http://www.kkh.vetsuisse.unibe.ch/deutsch/Dermatologie.htm