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Allergien: Atopische Dermatitis ein häufiges Hautproblem

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Wie stellt ihr Tierarzt/ärztin die Diagnose: atopische Dermatitis?

Viele andere Krankheiten verursachen auch Juckreiz. Deshalb versucht Ihr Tierarzt diese zuerst auszuschliessen. Meistens werden zuerst eine Futterallergie und /oder ein Befall mit Sarkoptesmilben (Fuchsräude) ausgeschlossen. Auch ist es wichtig, dass der Hund absolut keine Flöhe hat, weil Hunde mit AD häufiger überempfindlich sind auf Flöhe. Dies verursacht wieder mehr Juckreiz.
Weiter behandelt Ihr Tierarzt eine eventuelle Infektion von Bakterien oder Hefepilze. Die Haut wird dann wieder schöner und es wird auch deutlicher, wie viel Juckreiz noch übrig bleibt.
Nur wenn zuerst andere Krankheiten ausgeschlossen sind, soll eruiert werden, auf welche Allergene der Hund allergisch ist.

Ihr Tierarzt kann mittels einem Intrakutantest oder mittels einer Blutuntersuchung bestimmen lassen, auf welche Allergene der Hund überempfindlich ist.
Beim Intrakutantest werden Verdünnungslösungen von Hausstaubmilben, Vorratsmilben und Pollen in die Haut gespritzt. Bei einer positiven Reaktion ist nach 15-20 Minuten eine Rötung und Schwellung sichtbar, was heisst, dass der Hund allergisch auf dieses Allergen ist. Diese positive Reaktionen verschwinden wieder von selbst.
Bei der Blutuntersuchung wird im Serum getestet, ob IgE- Antikörper vorhanden sind gegen bestimmte Allergene. Beim Serumtest und beim Intrakutantest werden ungefähr die gleichen Allergene getestet.
Nicht alle Hunde mit AD haben ein positives Testergebnis. Ein Grund dafür ist, dass der Hund vielleicht auf ein Allergen allergisch ist, das nicht im Test enthalten ist. Im Prinzip werden vor allem Allergene getestet, welche beim Menschen eine Rolle spielen. In neueren Untersuchungen gibt es Hinweise, dass der Hund möglicherweise auch auf andere Allergene als der Mensch reagiert.
Fazit: Ein negatives Testergebnis bedeutet nicht, dass der Hund keine atopische Dermatitis hat.

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Dieser Artikel ist erschienen im Hundemagazin
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autorinnen:
Petra J. Roosje, DVM, PhD, DECVD
Silvia Ruefenacht, Dr. med. vet.
Abteilung Dermatologie
Departement klinische Veterinärmedizin
Universität Bern
Postfach 8466
3001 Bern
http://www.kkh.vetsuisse.unibe.ch/deutsch/Dermatologie.htm