Wie kann man Ellbogendysplasie entgegenwirken?
Die wichtigste Massnahme zur Verhinderung einer Ellbogendysplasie ist die Zucht mit dysplasiefreien Hunden. Dies ist aber nur möglich, wenn bei möglichst vielen Hunden die Ellbogen geröntgt und ausgewertet werden. Da die Resultate zum Teil im Stammbaum eingetragen werden, können sie problemlos eingesehen oder sonst beim Züchter nachgefragt werden. Somit kann sich jede/r Welpenkäufer/in selber ein Bild über das Risiko einer Ellbogendysplasie bei seinem Welpen machen. Hunde mit schlechten Ellbogen fallen automatisch aus der Zucht, da sie vom Rasseklub gesperrt werden. (Vorsicht: jeder Rasseklub hat andere Bestimmungen. Anm. der Redaktion.) Zuchttiere mit nicht optimalen Gelenken sollten nicht zur Zucht eingesetzt werden. Auch wenn die Verpaarung mit einem dysplasiefreien Hund Nachkommen ohne Dysplasie ergeben kann, ist zu bedenken, dass die Welpen mit Sicherheit Träger des krankmachenden Genes sind. Auf diese Art und Weise ist somit die Reduzierung der dysplasiekranken Hunde nicht möglich.
Bei der Aufzucht der Welpen ist, wie oben bereits erwähnt, auf das Gewicht (Rippen immer gut tastbar), gutes Futter (Junghundefutter mindestens bis zum abgeschlossenen Zahnwechsel, besser bis zum Erreichen des ersten Geburtstages) und vernünftige Bewegung (kein Treppenrennen, keine langen Wanderungen, kein Velofahren bis mindestens 1-jährig) zu achten.
Dieser Artikel ist erschienen im Hundemagazin 8/2000
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35
Autor:
Dr. med. vet. FVH Thomas Baumgartner
Tierklinik Sonnenhof AG, Derendingen