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Erbrechen beim Hund – ein häufiges, aber nicht immer harmloses Symptom

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Konservative Behandlung des Erbrechens: einfache Massnahmen ohne Operation

Akutes Erbrechen kann meistens konservativ behandelt werden. Kommen jedoch Symptome wie Fieber (Normaltemperatur: bis 39 Grad), Lustlosigkeit, schlechter Appetit, oder Durchfall dazu oder fallen Blutbeimengungen im Erbrochenen auf, sollte unbedingt ein Tierarzt aufgesucht werden. Bei einem Hund mit chronischem Erbrechen ist eine korrekte Diagnosestellung enorm wichtig für die erfolgreiche Behandlung, allerdings kann bei gutem Allgemeinbefinden vorerst auch konservativ behandelt werden.
Eine konservative Behandlung ist also immer dann angezeigt, wenn der Allgeimeinzustand nicht gestört, kein Fieber vorhanden und das Erbrechen akut aufgetreten ist. Wenn die direkte Ursache des Erbrechens bekannt, können auch direkte Massnahmen ergriffen werden.

 

Die drei Schritte der konservativen Behandlung

Erstens ist die Nahrungsaufnahme für mindestens 12–24 Stunden zu unterbrechen. Meistens löst die Futteraufnahme, auch wenn das Tier hungrig ist, nur weiteren Brechreiz aus. Diese so genannte Nahrungskarenz gibt dem Körper die Möglichkeit, den gereizten Magendarmtrakt zu beruhigen. Wasser muss dem Hund übrigens immer zur Verfügung stehen, auch wenn das Trinken ebenfalls Brechreiz auslöst.

Als zweites wird der Einsatz von Medikamenten vom Tierarzt nötig, falls die Nahrungskarenz alleine den Brechreiz nicht beruhigen kann. Dem Tierarzt steht eine breite Palette von Medikamenten gegen Erbrechen zur Verfügung: Einige Mittel können gespritzt, andere als Pillen oder Lösungen verabreicht werden. Mit Ausnahme von verschiedenen Tees oder homöopatischen Mitteln können für den Menschen gebräuchliche Medikamente nicht ohne weiteres beim Hund eingesetzt werden. Hiermit sei also vor Selbsmedikation ausdrücklich gewarnt.

Im dritten Schritt kann der Hund wieder angefüttert werden, sobald der Brechreiz abnimmt. Es lohnt sich aus verschiedenen Gründen, vorerst auf die übliche Nahrung zu verzichten und vorübergehend selber zu kochen. Die Vorteile sind, dass die zubereitete Ration eine begrenzte Anzahl von Zutaten hat (besser verträglich, keine Zusatzstoffe) und meistens schmackhafter ist als die kommerzielle Nahrung. Der Autor empfiehlt meistens Reis, Teigwaren oder Kartoffeln (gut durchgekocht, fast püriert) kombiniert mit Hüttenkäse, Pouletfleisch oder Truthahn. Auf Fett soll vorerst verzichtet werden. Wichtig sind mehrere kleine Mahlzeiten täglich, um den Magen nicht zu überfordern. Wird die hausgemachte Nahrung gut vertragen, kann langsam eine Umstellung auf die gewohnte Nahrung versucht werden.

Dauert der Brechreiz trotz dieser Massnahmen an, ist ein Tierarztbesuch empfehlenswert.

Dieser Artikel ist erschienen im Hundemagazin
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autor:
Dr. med. vet. Kamil Tomsa
Diplomate European College of Veterinary Internal Medicine
Kleintierklinik Rigiplatz
Hünenbergerstrasse 4/6
6330 Cham
www.kleintierklinikrigiplatz.ch