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Die Harninkontinenz beim Junghund

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Besteht eine Inkontinenz seit Geburt, muss mit einer angeborenen Missbildung gerechnet werden, die jedoch beim jungen Rüden seltener auftritt als bei Hündinnen. Dazu zählen nicht in die Blase mündende Harnleiter, auch ektopische Ureteren genannt (Abbildung1), oder andere Blasenmissbildungen, wie zum Beispiel die Harnblasendoppelmissbildung (Abbildung 2). Eine andere Missbildung ist die Intersexualität, bei der neben einem männlichen auch ein weiblicher Geschlechtsapparat angelegt ist. Dabei mündet die Scheide in die männliche Harnröhre. Während des Harnabsatzes füllt sich die Scheide mit Urin an, welcher hinterher durch die Harnröhre ausläuft und so zu Harnträufeln führt. Besteht einmal ein Verdacht auf eine Missbildung des Harntraktes, kann diese oft mit Hilfe einer Röntgenuntersuchung diagnostiziert werden. Die Therapie der Wahl ist in den meisten Fällen ein chirurgischer Eingriff, der, wenn nicht andere Veränderungen vorliegen, oft gute Erfolge verspricht.

  Bild ektopische Ureteren Abbildung 1:
ektopische Ureteren

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  Bild Missbildung doppelt angelegte Blase Abbildung 2:
Missbildung doppelt angelegte Blase

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Sind weder Missbildungen noch andere Ursachen für eine Inkontinenz beim jungen Rüden feststellbar, so spricht man von einer angeborenen Schwäche des Harnröhrenverschlusses.

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Dieser Artikel ist erschienen im Hundemagazin 4/2000
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autor:
Dr. med. vet. Patrick Hensel
Dept. für Fortpflanzungskunde
Winterthurerstr. 260, 8057 Zürich