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Hakenwürmer: Wenn "Dracula" sich im Darm aufhält

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Die Hakenwürmer (Uncinaria) gehören wie die Spulwürmer zu den sogenannten Rundwürmern. Ihre Entwicklung verläuft dementsprechend sehr ähnlich. Die Larven schlüpfen jedoch bereits in der Aussenwelt aus den Eiern und warten, bis sie gefressen werden, oder sie dringen selbst aktiv durch die Haut in den Körper des Hundes ein. Es folgt eine Körperwanderung, wie sie bereits für Toxocara beschrieben wurde. Auch die Hakenwürmer können in die Milchdrüse einer trächtigen Hündin einwandern, sind jedoch nicht fähig, die Welpen bereits vorgeburtlich anzustecken.
Die ausgereiften Stadien der Hakenwürmer befinden sich im Darm, beissen sich an der Darmwand fest und saugen Blut. Bei starkem Befall kann dies, aufgrund des beachtlichen Blutverlustes zu Blutarmut, Abmagerung und schneller Ermüdung des Hundes führen. Auch Durchfall, oftmals versetzt mit Blutfetzen kann auftreten.

  Bild Hakenwurm Abbildung 4:
Hakenwürmer werden 1-2 cm lang und besitzen eine grosse Mundöffnung mit zahnartigen Schneideplatten mit welcher sie sich im Darm festbeissen. Durch die entstandenen Wunden können grosse Mengen Blut verloren gehen.

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Zur Entwurmung werden die gleichen Präparate wie gegen Spulwürmer eingesetzt. Bei einer Bekämpfung der Spulwürmer werden die Hakenwürmer glücklicherweise ebenfalls erfasst, so dass hier kein spezielles, zusätzliches Entwurmungsschema angewandt werden muss.

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Dieser Artikel ist erschienen im Hundemagazin 6/2001
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autor:
Dr. Heinz Sager
Institut für Parasitologie
Universität Bern