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Katheter-Verschluss eines fortbestehenden Ductus arteriosus

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Obwohl manche Hunde mit einem PDA (= persistierender Ductus Arteriosus)  jahrelang mehr oder weniger beschwerdefrei leben können, entwickeln die meisten unbehandelten Hunde früher oder später ein Herzversagen und sterben oft schon in jungen Jahren. Deswegen ist ein Eingriff in jedem Fall empfohlen, und zwar besser früher als später, bevor sich bereits Folgeschäden am Herzen gebildet haben. Während bis vor kurzem die einzige Behandlungsmöglichkeit eine Operation am offenen Brustkorb war, kann heute dieser Defekt oft mittels Katheter verschlossen werden. Dabei wird ein Katheter durch die Arterie an der Schenkelinnenseite zum Herzen vorgeschoben. Mittels Kontraströntgendarstellung wird sodann der Durchmesser des PDA exakt gemessen (Abbildung 4).

  Darstellung eines persistierenden Ductus Arteriosus bei einem Hund. Abbildung 4:
Darstellung eines PDA bei einem Hund. Durch einen Katheter (K), welcher in der Aorta (A) liegt, wurde Röntgenkontrastmittel injiziert. Auf dem Bild kann gesehen werden, dass durch den PDA (Pfeil) fälschlicherweise Blut von der Aorta direkt in die Lungenarterie (P) fliesst.

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Schliesslich wird durch den Katheter eine spezielle Spirale in den PDA vorgeschoben und an der engsten Stelle platziert. Diese Spirale wird dann ein lokales Gerinnsel verursachen, welches zusammen mit der Spirale den Durchgang permanent verschliesst (Abbildung 5).

  Röntgenbild eines 1-jährigen Hundes, bei dem ein persistierender Ductus Arteriosus mittels Spirale verschlossen worden ist. Abbildung 5:
Röntgenbild eines 1-jährigen Hundes, bei dem ein PDA mittels Spirale verschlossen worden ist.

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Behandlung eines Kammerscheidewanddefekts

Je nach Schweregrad können Hunde mit einem Scheidewanddefekt ein normales Leben führen oder sie entwickeln wiederum früher oder später Anzeichen eines Herzversagens. In der Humanmedizin werden diese Defekte meistens chirurgisch am offenen Herzen verschlossen. Diese Möglichkeit besteht in der Veterinärmedizin in Europa bislang noch nicht oder nur in Ausnahmefällen in Zusammenarbeit mit Humanchirurgen. Somit werden bei diesen Fällen bei Bedarf die Folgeschäden (Herzversagen) medikamentell behandelt.

Dieser Artikel ist erschienen im Hundemagazin 5/2000
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autor:
Dr. med. vet. Tony Glaus
Leiter der Abteilung für Kardiologie
Tierspital Universität Zürich
Winterthurerstr. 260, CH-8057 Zürich