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Welche Zustände können mit Husten verwechselt werden?

Die Unterscheidung anderer klinischer Symptome (wie Würgen oder Erbrechen) von Husten ist von enormer Bedeutung. Jedes Symptom deutet auf eine andere Gruppe von möglichen Ursachen hin und lokalisiert das Problem in einem anderen Organsystem. Die Unterscheidung ist aber nicht immer einfach und verlangt gute Beobachtungsfähigkeit sowie eine gewisse Ruhe (die Angst ist ein schlechter Ratgeber). Am häufigsten wird Husten mit folgenden Beschwerden verwechselt:

Dabei ist insbesondere das umgekehrte Niessen (UN) ein interessantes Phänomen. Es ist häufig der Anstoss für notfallmässige Besuche beim Tierarzt. Dies deswegen, weil es sehr überraschend und heftig auftreten kann und zu grosser Besorgniss beim Besitzer führt. Der Grund für UN ist ein starker Reiz (Entzündung, Fremdkörper) im hintersten Teil der Nasenhöhle, dem so genannten Rhinopharynx. Dort geht die Nasenhöhle in den Rachen über. Dieser Reiz löst einen Reflex aus, dessen Bedeutung noch nicht ganz klar ist. In Allgemeinen wird ebenfalls eine befreiende Funktion (wie beim Husten) vermutet. Obwohl dieser Reflex auch beim Menschen vorhanden zu sein scheint, ist er beim Hund besonders stark ausgeprägt, sodass viele Meschen diesen Reiz selber nicht nachvollziehen können. Betroffene Tiere (am häufigsten kleine Rassen) bleiben sofort mit gestrecktem Hals stehen und ziehen dabei kräftig die Luft durch die Nase ein. Dabei entsteht ein lautes, röchelndes Geräusch. Häufig hat man aufgrund des starren Blickes den Eindruck, der Hund hätte Angst. In der Regel verschwinden derartige „Anfälle“ spontan, sie können jedoch bis zu einigen Minuten andauern. Um das UN zu unterbrechen, kann die Nase des Hundes kurz durch die Hand verschlossen werden oder der Rachen von aussen sanft massiert werden. Obwohl solche Situation sehr belastend sind, handelt es sich nur selten um eine gefährliche Erkrankung. Bei bestehenden „Anfällen“ von UN, sollte ein Tierarzt kontaktiert werden, um eventuelle Abklärungen (in der Regel eine Spiegelung der Nase und des Nasenrachens) vorzunehmen.

Es ist wichtig, eine Atemnot (Dyspnoe) zu erkennen. Atemnot ist nicht gleich Hecheln. Beim Hecheln kommt es zu einer schnellen, oberflächlichen Atmung, welche vorallem beim Hund zur Kühlung des Körpers dient. Dabei wird die Lunge selber gar nicht stark belüftet, sondern nur die Luft innerhalb der Atemwege (Totraum) ausgetauscht. Die Zungefarbe bleibt dabei rosarot. Im Gegenteil dazu ist die Atmung bei einer Dyspnoe stark angestrengt und der Patient nimmt dabei eine ungewöhnliche Körperhaltung ein (z. B. steht die ganze Zeit, streckt den Kopf nach vorne oder nach oben). Die Zungenfarbe kann von blass-rosa, bis in schlimmen Fällen, blau varieren. Häufig entstehen dabei laute Atemgeräusche, wie Pfeiffen, Stöhnen oder ein feuchtes Röcheln. Atemnot ist ein absoluter Notfall! Da die möglichen Ursachen sehr unterschiedlich sein können, muss unbedingt ein Tierarzt kontaktiert werden.
Wie bereits erwähnt, können natürlich verschiedene Kombinationen der beschriebenen Beschwerden auftreten.

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Dieser Artikel ist erschienen im Hundemagazin
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autor:
Dr. med. vet. Kamil Tomsa
Diplomate European College of Veterinary Internal Medicine
Kleintierklinik Rigiplatz
Hünenbergerstrasse 4/6
6330 Cham