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Trotz den Empfehlungen seitens vieler Experten, die Anzahl der Impfungen und die jährliche Wiederholungsimpfungen für manche Krankheiten zu reduzieren, wird auch heute die Notwendigkeit von regelmässigen Impfungen von Hunde nicht in Frage gestellt. Nebenwirkungen von Impfungen treten jedoch auf. Bevor ein Hund geimpft wird, sollte daher stets eine Nutzen-Risiko-Analyse gemacht werden. Die Tiere sollten nicht nach einem fixen Schema geimpft werden, sondern die Impfprotokolle sollten für jedes Tier individuell durch Besitzer und Tierarzt besprochen werden. Folgende Faktoren müssen dabei berücksichtigt werden: Schwere und Art der Erkrankungen, Ansteckungsrisiko des Patienten, mögliche Nebenwirkungen sowie gesetzliche Gegebenheiten (im Fall der Tollwut-Impfung).

Zusammenfassend kann folgende Empfehlung angegeben werden:

  1. Eine Grundimmunisierung von Hunden gegen Hundeseuche, Staupe, Zwingerhusten, Leptospirose und ansteckende Leberentzündung wird empfohlen. Die erste Wiederholungsimpfung sollte ein Jahr nach der Grundimmunisierung erfolgen. Das Intervall weiterer Wiederholungsimpfungen soll für jeden Hund individuell nach Berücksichtigung der oben erwähnten Faktoren festgelegt werden. Manche Expertenkommissionen schlagen vor, dass unter günstigen Umständen das Intervall für die weiteren Wiederholungsimpfungen gegen das Parvo-, Staupe-, und Adenovirus-2 bis auf drei Jahre verlängert werden kann.
  2. Obwohl wichtig im Schutz gegen eine Infektion, verhindert eine Impfung gegen den Zwingerhusten-Komplex nicht immer die Entwicklung von klinischen Symptomen. Das ist v. a. der Fall, wenn viele Hunde zusammenkommen, wie z. B. in einem Hundeheim. Hunde, die ein hohes Ansteckungsrisiko für die Erreger des Zwingerhusten-Komplexes haben, sollten jährlich geimpft werden.
  3. Impfungen gegen die Leptospirose werden üblicherweise jährlich wiederholt. Hunde, die ein starkes Ansteckungssrisko für die Leptospiren haben (z. B. bei einer nachgewiesenen Häufung von Leptospirose-Erkrankungen in einer bestimmten Region), werden Wiederholungsimpfungen sogar in kürzeren Abständen empfohlen.
  4. Die Empfehlungen für Tollwut-Impfungen müssen die Gesetzgebung berücksichtigen.

 

Dieser Artikel ist erschienen im Hundemagazin 3/2006
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autorin:
Dr. med. vet. Cécile Rohrer Kaiser
Dipl. ACVIM und ECVIM-CA (Innere Medizin)
Im Trichtisal 11
8053 Zürich