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Die "kombinierte" Impfung

Die so genannte "kombinierte" Impfung, welche oft auch einfach Staupeimpfung genannt wird, ist eine Impfung, welche den Hund vor fünf verschiedenen Krankheiten schützt: der Hundestaupe, der Parvovirose, der Leptospirose, dem Zwingerhusten und der ansteckenden Leberentzündung (Hepatitis contagiosa canis).

Staupe

Die Staupe ist eine schlimme Viruserkrankung, welche in erster Linie die Atemwege befällt und eine schwere Lungenentzündung verursacht. In etwa der Hälfte der Fälle befällt das Virus das Zentralnervensystem und das Gehirn. Dies führt dann zu Krampfanfällen und schliesslich zum Tod.

Parvovirose

Es handelt sich dabei um eine schwere Magen-Darm-Entzündung, welche vorwiegend Welpen und Junghunde befällt und deswegen speziell für Hundezuchten eine grosse Gefahr darstellt. Sie führt zu heftigem Erbrechen und blutigem Durchfall. Die erkrankten Tiere müssen oft über längere Zeit hospitalisiert und behandelt werden. Todesfälle sind leider keine Seltenheit.

Leptospirose

Leptospiren sind Bakterien, welche vorwiegend die Nieren und die Leber befallen. Sie führt zu Nierenversagen und / oder Gelbsucht. Wenn man die Krankheit früh genug erkennt, kann sie häufig erfolgreich behandelt werden. Manchmal ist das Nierenversagen aber so schlimm, dass der Hund an einer "inneren Vergiftung" (Urämie) stirbt. Da die Leptospiren feucht-warmes Klima lieben, tritt die Krankheit insbesondere von Juni bis Oktober auf.

Zwingerhusten

Nicht nur wenn Sie Ihren Hund ins Ferienheim geben, besteht für ihn das Risiko, dass er am Zwingerhusten erkrankt, sondern auch wenn er auf dem Spaziergang oder in der Hundeschule auf seine Artgenossen trifft. Der Zwingerhusten ist eine hochansteckende Krankheit, die recht häufig ist. Glücklicherweise ist er normalerweise nicht lebensbedrohlich. Die Krankheit ist aber unangenehm, da die heftigen Hustenanfälle sowohl den Hund als auch den Besitzer oft nächtelang nicht schlafen lassen.

Hepatitis contagiosa canis

Die ansteckende Leberentzündung gibt es bei uns heute glücklicherweise kaum mehr. Dass diese Krankheit heute beinahe ausgerottet ist, kann auf die gute Impfdisziplin der Hundebesitzer zurückgeführt werden. Damit die Krankheit nicht wieder aufflammt, wird sie weiterhin der "kombinierten" Impfung beigefügt.

Tollwut

Tollwut ist eine ansteckende Viruserkrankung, welche den Menschen und sämtliche Säugetiere befallen kann. Sie kommt auf der ganzen Welt vor. Das Virus befällt das Nervensystem und löst heftiges Speicheln, Aggressivität und Beissen aus. Hunde, die unter Tollwutverdacht stehen, müssen wegen der Ansteckungsgefahr sofort getötet werden. Ohne Früherkennung und entsprechende Impfmassnahmen geht die Krankheit auch für den Menschen tödlich aus. Weltweit sterben jährlich schätzungsweise 35'000 Menschen an Tollwut.
Es gibt verschiedene Formen von Tollwut. Bei der Fuchstollwut, wie wir sie in Mitteleuropa kennen, ist der Fuchs der Hauptträger. Er kann die Tollwut aber auch auf den Hund oder auf den Menschen übertragen. In der Türkei, den ehemaligen Sowjetstaaten, Nordafrika und Asien herrscht hingegen die Hundetollwut (oder urbane Tollwut). Der Hund ist für diese Form von Tollwut viel empfänglicher als für die Fuchstollwut und so stellen Hunde in diesen Ländern das Hauptreservoir der Krankheit dar.

Borreliose

Das Bakterium Borrelia burgdorferi, welches beim Menschen die Lyme-Borreliose verursacht, kennt man erst seit den Achtziger Jahren. Entdeckt wurde es in den USA von einem Forscher namens Burgdorfer, der, wie sein Name unschwer erkennen lässt, schweizerischer Herkunft ist. Die Lyme-Borreliose wird durch Zeckenbisse übertragen und sie ist heute für den Menschen weltweit von grosser Bedeutung. Ob sie dies auch für den Hund ist, ist noch umstritten. Die Krankheit äussert sich beim Hund in erster Linie durch eine Entzündung der Gelenke. Unsere einheimischen Zecken sind mit Borrelia burgdorferi hochgradig verseucht.

Piroplasmose (Babesiose)

Der Erreger der Piroplasmose, der Blutparasit Babesia canis, wird durch Zeckenbisse auf die Hunde übertragen. Allerdings kann unsere einheimische Zeckenart, der Holzbock, den Parasiten nicht beherbergen. Überträger der Piroplasmose ist vielmehr die braune Hundezecke, welche in Frankreich und Südeuropa häufig vorkommt und zunehmend auch in der Westschweiz anzutreffen ist. Im Körper des Hundes befällt der Parasit die roten Blutkörperchen, was zu einer Zerstörung derselben und somit zu einer Blutarmut führt. In der Regel kann man die Krankheit behandeln, wenn man sie rechzeitig erkennt. In einzelnen Fällen kann sie aber auch tödlich verlaufen. Für Hunde, die sich in den gefährlichen Gebieten aufhalten, gibt es eine Impfung gegen die Krankheit. Da Impfstoffe gegen Parasiten schwierig herzustellen sind, ist sie relativ teuer. Geimpfte Hunde sollte man aber trotzdem vor Zecken schützen.

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Dieser Artikel ist erschienen in den Hundemagazinen 3/2001 und 4/2001
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autorin:
Dr. med. vet. ECVIM D. Gonin Jmaa
Centre Vétérinaire/Tierärztezentrum Agy
Route des Grives 8, 1763 Granges-Paccot