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Die "Wiedergeburt" der Leptospirose

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Die Leptospirose ist eine Krankheit, die sowohl zu einer Nieren- als auch zu einer Leberschädigung führen kann. Eine besondere Bedeutung kommt ihr insbesondere deswegen zu, weil es sich um eine der wenigen Krankheiten handelt, die sich vom Hund auf den Menschen übertragen können. Dank konsequenter Impfung hat die Krankheit lange Zeit an Bedeutung verloren.
Leptospiren sind Bakterien, von denen es unterschiedliche Stämme, auch Serotypen genannt, gibt. Die Hundeleptospirose wurde früher fast ausschliesslich durch die beiden Serotypen Leptospira icterohaemorrhagiae und Leptospira canicola verursacht. Nachdem es die Krankheit während einer gewissen Zeit fast nicht mehr gab, waren in den letzten zehn Jahren weltweit wieder vermehrt Leptospirosefälle beim Hund zu verzeichnen. Viele der betroffenen Hunde waren regelmässig mit der kombinierten Impfung gegen die Leptospirose geimpft gewesen. Genauere Untersuchungen ergaben, dass es sich nicht um die üblichen Leptospirenstämme handelte, die die Krankheit bei diesen Tieren verursachte. Vielmehr waren es Serotypen wie beispielsweise L. pomona oder L. grippotyphosa, welche bisher vorwiegend das Schwein oder das Rind infizierten. Warum die Hunde nun auf einmal an diesen Serotypen erkranken, ist nicht bekannt.
Leider ist in der kombinierten Hundeimpfung zur Zeit lediglich ein Impfstoff gegen die beiden herkömmlichen Serotypen enthalten. Nachdem es während einer kurzen Zeit zwei Impfstoffe auf dem Markt gab, die den Hund auch vor der Infektion mit anderen Serotypen schützten, wurden diese wieder vom Markt genommen. Technische Probleme seien dafür verantwortlich gewesen. Es bleibt zu hoffen, dass sich diese in der Zukunft lösen werden.

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Dieser Artikel ist erschienen in den Hundemagazinen 3/2001 und 4/2001
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autorin:
Dr. med. vet. ECVIM D. Gonin Jmaa
Centre Vétérinaire/Tierärztezentrum Agy
Route des Grives 8, 1763 Granges-Paccot