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Die Hersteller empfehlen für ihre Impfstoffe folgende Verabreichungsschemen:

Für die kombinierte Impfung (gegen Staupe, Parvovirose, Leptospirose, Zwingerhusten und ansteckende Leberentzündung) gibt es für die Grundimmunisierung kein allgemeingültiges Impfschema, da die Umgebung und die Rasse des Welpen berücksichtigt werden müssen. In der Regel wird die erste Impfung im Alter von sechs bis acht Wochen verabreicht. Diese sollte von einer bis zwei Nachimpfungen gefolgt werden, welche jeweils im Abstand von zwei bis vier Wochen durchgeführt werden. Die Parvoviroseimpfung kann getrennt von den anderen Impfungen verabreicht werden. Nach der Grundimmunisierung sollte einmal pro Jahr eine Wiederholungsimpfung durchgeführt werden.

Die herkömmliche Zwingerhustenimpfung, die mittels Injektion unter die Haut verabreicht wird, muss zweimal im Abstand von zwei bis drei Wochen grundimmunisiert werden. Wenn der Hund regelmässig ins Tierheim geht, sollte er einmal pro Jahr nachgeimpft werden. Bei der neueren Zwingerhustenimpfung, die mittels Nasentropfen verabreicht wird (siehe Hundemagazin 3/01), genügt eine einmalige Verabreichung spätestens drei Tage vor dem geplanten Zwingeraufenthalt. Der Schutz hält dann für drei Monate an.

Die Zeckenimpfungen (Impfung gegen Borreliose und Impfung gegen Piroplasmose) sollten zur Grundimmunisierung zweimal im Abstand von drei bis vier Wochen, anschliessend einmal pro Jahr verabreicht werden.

Die Erstimpfung für Tollwut wird in der Regel ab dem dritten Lebensmonat verabreicht. Eine Impfung von jüngeren Tieren ist möglich, sie sollte dann aber von einer Wiederholungsimpfung im Alter von 3 bis 6 Monaten gefolgt werden. Wenn man mit seinem Hund ins Ausland reisen will, dann darf die letzte Tollwutimpfung nicht länger als ein Jahr zurückliegen. Wenn der Hund in der Schweiz bleibt, dann ist eine Wiederholungsimpfung alle zwei Jahre empfehlenswert.

Die Empfehlungen der Hersteller der kombinierten Impfung werden in Bezug auf die jährliche Wiederholungsimpfung zunehmend in Frage gestellt. Von verschiedenen Forschern wurde in letzter Zeit die Vermutung geäussert, dass der Impfschutz gegen die Parvovirose, die Staupe und die ansteckende Leberentzündung länger als ein Jahr anhalte. Bezüglich der Leptospirose und dem Zwingerhusten wird hingegen bezweifelt, ob der Schutz überhaupt ein Jahr hinhält.
Das Problem liegt darin, dass es praktisch keine Studien gibt, die untersucht haben, wie lange ein Hund nach der Verabreichung der kombinierten Impfung gegen die verschiedenen Krankheiten geschützt ist. Der Grund für das Fehlen solcher Studien liegt unter anderem darin, dass sie sehr aufwendig wären und langjährige Tierversuche benötigen würden. Da die Impfstoffhersteller aber zunehmend unter Druck geraten, die Dauer des Impfschutzes nach einer Impfung zu belegen, ist es wahrscheinlich nur noch eine Frage der Zeit, bis diese Studien vorliegen. Es ist anzunehmen, dass diese Erkenntnisse die Impfschemen in Zukunft nachhaltig verändern werden.

Dieser Artikel ist erschienen in den Hundemagazinen 3/2001 und 4/2001
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autorin:
Dr. med. vet. ECVIM D. Gonin Jmaa
Centre Vétérinaire/Tierärztezentrum Agy
Route des Grives 8, 1763 Granges-Paccot