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Kiefer- und Zahnfehlstellungen beim Hund

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Kieferfehlstellungen

Die Kieferlänge verändert sich während dem Wachstum der Welpen erheblich. Da sich Ober- und Unterkiefer als eigenständige Knochen entwickeln, kann es in dieser Zeit zu unbedeutenden Abweichungen von der normalen Kieferstellung kommen, die sich während des Wachstums ausgleichen. Erhebliche Längenunterschiede können aber auch bereits Anzeichen für eine angeborene Kieferfehlstellung sein.
Im Verhältnis zum Oberkiefer zu lange Unterkiefer, wie sie z. B. bei Boxer, Pekinese oder Mops als Rassemerkmal vorkommen, bezeichnet man auch als Progenie oder Mesialbiss. Da der schmalere Unterkiefer weiter vorne steht und die Eckzähne nach aussen gerichtet sind, kommt es selten zu erheblichen funktionellen Behinderungen. Durch den fehlenden Selbstreinigungseffekt der Zähne während dem Kauen kommt es jedoch eher zur Bildung von Zahnstein.
Ist der Unterkiefer im Verhältnis zum Oberkiefer zu kurz spricht man von Prognathie oder Distalbiss. Das führt häufig dazu, dass die Spitzen der Unterkiefereckzähne nicht in die vorgesehene Lücke im Oberkiefer zu liegen kommen, sondern an der Innenseite der Oberkiefereckzähne in den Gaumen einbeissen. Dies kann schmerzhafte Folgen nach sich ziehen: Entzündungen der Schleimhaut, Einpressen von Futter bis zur Ausbildung von Fisteln.

Bild Kieferfehlstellung

Abbildung 2:
Deutscher Schäferhund mit zu kurzem Unterkiefer und Fehlstellung des unteren Eckzahnes links mit Einbiss in den Gaumen und Ausbildung einer Fistel.

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Foto: S. Grundmann

  Bild Kieferfehlstellung

Abbildung 3:
Deutscher Schäferhund mit zu kurzem Unterkiefer und Fehlstellung des unteren Eckzahnes links mit Einbiss in den Gaumen und Ausbildung einer Fistel.

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Foto: S. Grundmann

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Dieser Artikel ist erschienen im Hundemagazin 6/2006
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autor:
Dr. med. vet. Stefan Grundmann,
Kleintierchirurgie Universität Zürich,
Tierspital Zürich, Winterthurerstr. 260,
8057 Zürich