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Kreuzbandriss beim Hund

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Symptome

Betroffene Hunde zeigen eine unterschiedlich ausgeprägte Lahmheit des Hinterbeines. Besonders nach dem Liegen haben sie oft Mühe aufzustehen und brauchen eine gewisse Aufwärmphase bis sie besser gehen können. Sekundäre Strukturen versuchen im Laufe der nächsten Wochen das Kniegelenk zu stabilisieren und die Hunde können unter Umständen kurze Zeit wieder besser laufen. Sollte während dieser Zeit aber das Kreuzband noch vollständig reissen, kommt es wieder zu einer plötzlichen Verschlechterung.
Wird durch die Instabilität der innere Meniskus verletzt, wird der Hund schmerzbedingt schlechter gehen, da der Meniskus sehr gut mit Nerven versorgt ist. Beim genauen Hinhören kann man sogar das Umklappen des Meniskus, einen so genannten Meniskusklick, während dem Gehen hören.
Während dem ganzen Krankheitsverlauf nimmt die Kniegelenkarthrose ständig zu, und die Gelenkbeweglichkeit wird immer stärker beeinträchtigt.
Hunde mit einem Kreuzbandriss bewegen sich nur noch ungern und verlieren konstant an Muskelmasse.

 

Diagnose

Die Diagnose des vorderen Kreuzbandrisses wird vor allem anhand der orthopädischen Untersuchung gestellt. Weitere diagnostische Hilfsmittel wie das Röntgen werden zur Bestätigung der Diagnose und zum Ausschliessen von möglichen anderen Ursachen einer Kniegelenksentzündung hinzugezogen.
Die orthopädische Untersuchung gliedert sich in das Aufnehmen der Vorgeschichte, in eine Analyse des Ganges im Schritt und im Trab, sowie einer genaueren Untersuchung des Kniegelenkes am stehenden und am liegenden Tier. Die eingeschränkte Beweglichkeit, Schmerzen im Kniegelenk, die Verdickung der Gelenkkapsel sowie die Gelenkfüllung sind Zeichen einer Kniegelenkentzündung.
Wichtige Informationen bezüglich des Kniegelenkes bekommt man durch zusätzliche Tests wie zum Beispiel dem Sitztest, dem Schubladentest und dem Tibiakompressionstest. Der Sitztest wird zur Beurteilung der Kniegelenk beweglichkeit angewendet. Häufig sind Hunde mit einem Anriss oder einem vollständigen Riss des vorderen Kreuzbandes nicht mehr fähig, das Knie ganz zu biegen und setzen sich seitlich hin. Der Schubladentest gibt Auskunft über die Stabilität des Kniegelenks. Ist das vordere Kreuzband vollständig gerissen, lässt sich der Unterschenkel gegenüber dem Oberschenkel nach vorne bewegen. Muskulöse oder sehr aufgeregte Hunde müssen hierfür leicht sediert werden, damit sie sich manipulieren lassen.
Das Diagnostizieren eines Anrisses des vorderen Kreuzbandes ist wesentlich schwieriger, da das Kniegelenk nach wie vor stabil ist. Das Tier zeigt deutliche Schmerzen beim Manipulieren des Kniegelenkes; insbesondere das Strecken des Kniegelenkes löst eine deutliche Schmerzäusserung aus. In solchen Fällen hilft die Röntgenuntersuchung eine Entzündung des Kniegelenkes und die daraus entstandene Arthrose darzustellen und zu dokumentieren.
Nicht selten haben Hunde beidseits arthrotische Veränderungen, oder haben zusätzlich zu den Veränderungen im Kniegelenk auch noch Arthrose in den Hüftgelenken. Da liegt es dann am Tierarzt herauszufinden, wo die Ursache für den derzeitigen Schmerz und die daraus resultierende Lahmheit liegt. Die Erfahrung zeigt aber, dass das Problem meistens vom Kniegelenk ausgeht.

 

Dieser Artikel ist erschienen im Hundemagazin
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autoren:
Daniel Damur, Dr. med. vet.
Spezialist FVH für Kleintiere & Diplomate ECVS für Kleintierchirurgie
Tierklinik Masans, 7000 Chur

Pierre Montavon, Prof. Dr.med.vet.
Leiter der Klinik für Kleintierchirurgie
Universität Zürich, 8057 Zürich