Kreuzbandriss beim grossen Hund
Gute Prognose dank neuer Operationstechnik aus den USA
Einleitung
Der Riss des vorderen Kreuzbandes im Knie zählt zu den häufigsten orthopädischen Verletzungen des Hundes und ist in vielen Fällen die Ursache für eine Hinterbeinlahmheit. Ein kompletter Riss des vorderen Kreuzbandes führt zu einer Instabilität im Knie, welche von Entzündung und Schmerz begleitet wird. Der Hund hinkt deutlich oder läuft nur noch auf drei Beinen. Sehr oft kommt es aber zu einem Anriss des vorderen Kreuzbandes. In diesen Fällen ist zwar die Stabilität des Knies erhalten, Entzündung und Schmerz führen aber auch zu einer mehr oder wenig starken Lahmheit. Sowohl ein kompletter wie ein partieller Riss des vorderen Kreuzbandes müssen operiert werden. Ohne chirurgische Behandlung wird die Lahmheit nicht verschwinden und Arthrose im Gelenk entstehen.
In der Literatur sind annähernd 200 verschiedene Operationsmethoden für die Reparatur des vorderen Kreuzbandes beim Hund beschrieben. Die Komplikationsrate mit all diesen Operationstechniken ist vor allem bei Hunden mit einem Körpergewicht von mehr als 25 kg mit bis zu 34 % relativ hoch.
Die hohe Anzahl der Operationstechniken zeigt, dass es bis jetzt keine 100% zuverlässige Methode gibt. Mit konventionellen Techniken kehren die Hunde meist nicht mehr zur ihrer ursprünglichen vollen athletischen Leistung zurück.
Dank einer völlig neuartige Operationstechnik aus den USA, scheint jedoch jetzt die chirurgische Lösung für komplette und partielle Risse des vorderen Kreuzbandes bei schweren Hunden gefunden zu sein.
Dieser Artikel ist erschienen im Hundemagazin
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Autor:
Dr. med. vet. C. von Werthern
Fachtierarzt für Chirurgie, Fachtierarzt für Kleintiere
Dipl. ECVS (europ. dipl. Spezialist für Kleintierchirurgie)
6210 Sursee LU