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Was ist zu tun, wenn man eine unerwünschte Arzneimittelwirkung vermutet?

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Nehmen Sie mit Ihrem Tierarzt Kontakt auf, wenn Sie bei Ihrem Hund eine unerwünschte Arzneimittelwirkung auf ein Medikament vermuten. Vielleicht lässt sich ein anderes Präparat verabreichen, oder die von Ihnen beobachteten Symptome haben eine andere Ursache.
Falls eine Überdosierung oder Vergiftung vorliegt, kann auch das Schweizerische Toxikologische Informationszentrum (Notfallnummer 145) weiterhelfen. Allerdings sollten Sie trotzdem vorher tierärztlichen Rat suchen, um möglichst schnell die weitere Aufnahme des Medikaments zu verhindern (z. B. Auslösen von Erbrechen, Aktivkohle, Magenspülung), den Patienten falls nötig zu stabilisieren und die Ausscheidung des Medikaments zu fördern. In einzelnen Fällen kann ein Gegenmittel verabreicht werden.
Wenn möglich informieren Sie den Tierarzt über die genaue Bezeichnung des Medikaments (Name des Präparats), die Zeit der Medikamenteneinnahme (z. B. ca. 12.00 h), die Menge des aufgenommenen Medikaments (z. B. 2 Tabletten) und Art der Aufnahme (z. B. gefressen). Dies erlaubt es, besser abzuschätzen, ob bei den beobachteten Symptomen das eingenommene Medikament als Ursache in Frage kommt und wie der Hund weiter behandelt werden sollte. Der Tierarzt übermittelt zudem aussergewöhnliche Arzneimittelwirkungen an die Swissmedic als zentrale Meldestelle, welche die Daten erfasst und auswertet.
Im Internet findet man viele Informationen zu unerwünschten Arzneimittelwirkungen – sowohl richtige als auch falsche. Eine empfehlenswerte Seite des Instituts für Veterinärpharmakologie und -toxikologie der Universität Zürich finden Sie unter www.clinitox.ch

 

Was ist bei alternativen Heilmitteln zu beachten?

Auch Heilpflanzen enthalten Substanzen, welche unerwünschte Arzneimittelwirkungen verursachen können. So enthalten zum Beispiel Weidenrindenpräparate Acetylsalicylsäure, den bereits besprochenen Wirkstoff, der Magengeschwüre auslösen kann. Heilmittel aus Sonnenhut (Echinacea purpurea) können, wie viele andere pflanzliche Medikamente, Allergien auslösen. Hinzu kommt, dass bei natürlichen Heilmitteln die Konzentration des gewünschten Wirkstoffs von Präparat zu Präparat erheblich abweichen kann, was die richtige Dosierung erschwert. Auch homöopathische Mittel sollten nicht ohne Fachwissen eingesetzt werden, denn auch bei diesen sind bei falscher Mittelwahl unerwünschte Wirkungen möglich.
Vorsicht vor nicht am Tier erforschten Substanzen und Medikamenten ohne Auflistung der unerwünschten Arzneimittelwirkungen. Als Beispiel sei Teebaumöl genannt, das bei Katzen zu schweren Vergiftungen führen kann!

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Dieser Artikel ist erschienen im Hundemagazin 1/2006
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autoren:
Dr. med. vet. Rebecca Wachter-Stäheli
Dr. med. vet. Kaspar Rohner-Cotti, FVH Pharmakologie und Kleintiere, Seeblerstrasse 5, CH-8172 Niederglatt