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Osteochondrosis dissecans (OCD)

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Weil die Erkrankung eine genetische Komponente hat und die Behandlung für das Tier mit Schmerzen und für den Besitzer mit erheblichem finanziellem Aufwand verbunden ist, muss der Schwerpunkt auf die Früherkennung und Verhütung der Erkrankung gelegt werden. Zuchttiere, die selber an OCD erkranken oder deren Nachkommen gehäuft OCD zeigen, müssen von der Zucht ausgeschlossen werden. Eine grosse Rolle bei der Entwicklung der Erkrankung spielen fehlerhafte Ernährung und übermässige Belastung in der Hauptwachstumsphase des Hundes. Diese hat er im Alter von drei bis zwölf Monaten. Zu viel oder qualitativ schlechtes Futter, das der körperlichen Entwicklung des Hundes nicht angepasst ist, kann eine Erkrankung begünstigen. Auch die übermässige Verabreichung von Vitaminen und Mineralstoffen, zum Beispiel von Kalzium, begünstigt das Entstehen einer OCD. Qualitativ gutes Fertigfutter ist in der Regel so zusammengesetzt, dass auf Futterzusätze und Vitamine verzichtet werden kann. Wie die Ernährung spielt auch übermässige Bewegung des Hundes in der Entwicklung von OCD eine Rolle. Nur ist diese schwieriger zu messen. Ein vernünftiger Massstab könnte sein, dass man Hunde während der Hauptwachstumsphase ihren eigenen Bewegungsdrang ausleben lässt, ohne sie zusätzlich zu motivieren oder gar zu zwingen. Ein Spaziergang von einer halben Stunde ist die oberste Grenze für einen heranwachsenden Hund. Wenn ein junger Hund nach einigen Tagen Leinenzwang immer noch hinkt, muss er einem Tierarzt gezeigt werden. Der Grund für die Lahmheit muss herausgefunden werden, damit es nicht zu einer irreversiblen Schädigung des Gelenks kommt.

Dieser Artikel ist erschienen im Hundemagazinen 5/2001
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autor:
Dr. med. vet. FVH T. Schneiter
Tierklinik Sonnenhof, Derendingen