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Sarkosporidien: Eine grosse Familie

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Eine andere Gruppe von Parasiten, welche mit Neospora eng verwandt sind und ebenfalls sowohl im Hundedarm als auch im Gewebe von diversen Nutztieren wie Rind, Schaf, Ziege und Schwein auftreten, sind die Sarkosporidien, auch Sarcocystis genannt. Sie können regelmässig im Hundekot nachgewiesen werden. Dabei gibt es sehr viele Sarkosporidien-Arten, die sich jeweils auf eine einzelne Tierart spezialisiert haben. So wird man z.B. Sarcocystis cruzi nur im Darm des Hundes und in der Muskulatur von Kühen, nicht aber bei anderen Tierarten finden. Einzelne dieser Arten können bei ihren Zwischenwirten auch Krankheiten hervorrufen, wenn sie sich in deren Muskulatur vermehren und es zu Entzündungen kommt. Es handelt sich dabei aber nur in seltenen Fällen um Sarkosporidien die von Hunden übertragen werden.

Bild Muskulatur eines Schweines mit Sarcocystis miescheriana Abbildung 2:
Die vom Hund stammenden Sarkosporidien verursachen nur sehr kleine Gewebestadien von ca. ½ bis maximal 1 mm Länge bei den Nutztieren. Hier wird ein mikroskopisches Präparat aus der Muskulatur eines Schweines mit Sarcocystis miescheriana dargestellt. Deutlich sichtbar sind zwei längliche sackähnliche Gebilde mit vielen kleinen violett gefärbten einzelligen Parasiten.

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Bild mit dem Kot ausgeschiedene Sarkosporidien-Stadien Abbildung 3:
Die mit dem Kot ausgeschiedenen Sarkosporidien-Stadien sind so klein, dass sie nur mit einem guten Mikroskop entdeckt werden können. Ihr Durchmesser beträgt nur 1/100 mm.

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Auch hier ist es so, dass die Hundebesitzerin oder der Hundebesitzer nichts vom Aufenthalt dieser Parasiten im Darm ihres Lieblings bemerken. Der Hund erkrankt also nicht nach der Ansteckung mit diesem Parasiten. Beim Hund werden normalerweise auch keine Gewebestadien gebildet, wie dies bei Neospora möglich ist. Er spielt daher vor allem eine Rolle als Ausscheider von Dauerstadien mit dem Kot und damit als Ansteckungsquelle für Nutztiere.
Um den Hund sicher vor einer Ansteckung zu schützen, muss auch hier auf gekochtes, oder tiefgefrorenes Fleisch, bzw. auf Büchsenfutter zurückgegriffen werden. Dabei geht es, wie aus oben Gesagtem ersichtlich, weniger um die Probleme die der Parasit im Darm des Hundes verursacht, als vielmehr darum, die weitere Verbreitung der Sarkosporidien zu unterdrücken.

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Dieser Artikel ist erschienen im Hundemagazin 7/2001
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autor:
Dr. Heinz Sager
Institut für Parasitologie
Universität Bern