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Hundekot - ein Problem?

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In diesem Artikel werden verschiedene einzellige Parasiten erwähnt, welche bei Hunden Probleme verursachen können, deren Bedeutung aber vor allem darin liegt, dass sie auch andere Tiere oder sogar den Menschen befallen können. Die Anzahl der tatsächlich befallenen Hunde, welche mit ihrem Kot die Parasiten ausscheiden ist vermutlich gering. Da aber die befallenen Hunde in der Regel keine Krankheitssymptome zeigen, werden sie natürlich auch nicht dahingehend untersucht. Somit besteht immer die Möglichkeit, dass sich im Kot eines Hundes Parasitenstadien befinden. Im Gegensatz zu den Würmern, welche regelmässig bekämpft werden (oder zumindest bekämpft werden sollten, siehe auch Schweizer Hunde Magazin 6/01), gibt es keine eigentliche vorbeugende Therapie gegen diese einzelligen Parasiten. Wenn Medikamente zum Einsatz kommen sollen, dann nur nach vorhergehender Untersuchung und Diagnose. Die Untersuchung auf Sarkosporidien (und Neospora) erfolgt in der Regel gleichzeitig mit der Suche nach Wurmeiern. Da die Stadien aber kleiner sind, braucht es viel Routine und Erfahrung, um sie auch tatsächlich zu finden. Der Nachweis der Giardien erfordert, wie im Artikel erwähnt, eine spezielle Anreicherungsmethode. In diesem Fall leiden die Hunde aber meist an Durchfall, so dass gezielt danach gesucht wird. Aufgrund der gestellten Diagnose wird dann entsprechend therapiert.

Durch kontrollierte Fütterung kann das Risiko einer Ansteckung stark vermindert werden, aber einen hundertprozentigen Schutz wird es wohl nie geben. Es ist deshalb wichtig, dass Sie als verantwortungsbewusste Hundebesitzerin oder Hundebesitzer konsequent den Kot einsammeln und in die Robidog-Sammelstellen einwerfen oder direkt mit dem Kehricht verbrennen lassen. Somit leisten Sie einen wichtigen Beitrag für die Bekämpfung dieser Parasiten. Vor allem die Landwirte, aber auch alle anderen Mitmenschen werden Ihnen dafür dankbar sein.

Dieser Artikel ist erschienen im Hundemagazin 7/2001
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autor:
Dr. Heinz Sager
Institut für Parasitologie
Universität Bern