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Rückenschmerzen beim Hund

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"Rückenschmerz" ist nur ein Symptom und noch keine Diagnose. Es kann durch verschiedene Krankheiten innerhalb des "Systems Rücken" ausgelöst werden kann. Zum besseren Verständnis seien hier einleitend einige anatomische Bemerkungen angebracht, die einen besseren Einblick in dieses biomechanische System geben sollen. Der Rücken des Hundes besteht aus einer Kette von 27 knöchernen Wirbeln, die durch Bandscheiben, Wirbelgelenke, Bänder und Muskeln beweglich miteinander verbunden sind. Eingebettet im Wirbelkanal befindet sich das Rückenmark mit seinen Hüllen und den daraus abgehenden Nervenwurzeln. Die Strukturen welche zwei Wirbelkörper mehr oder weniger beweglich miteinander verbinden, nennt man zusammenfassend Segment. Jede der genannten Einzelstrukturen kann erkranken und zu einer mehr oder weniger ausgeprägten Funktionsstörung des Segments führen. Als Gemeinsamkeit werden die meisten dieser Störungen das Phänomen "Rückenschmerz" aufweisen.

  Bild Yorkshire Terrier mit Rückenschmerzen Abbildung 1:
Ein Yorkshire Terrier mit Rückenschmerzen. Auffällig ist die Entlastungshaltung (aufgekrümmter Rücken, untergezogene Nachhand).

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Bevor wir auf einige der häufigsten Ursachen für Rückenschmerz eingehen, muss sich der Hundebesitzer bewusst sein, wie sich Rückenschmerz bei seinem Tier ausdrücken kann. Dass dies nicht immer einfach ist, wird durch die Erfahrung illustriert, dass viele Hunde mit Rückenschmerzen zuerst als "Bauchschmerz- Patienten" vorgestellt werden. Zeichen, die für das Vorliegen von Rückenschmerz sprechen sind:

Als weniger offensichtliche Symptome können auch häufiges Hinsetzen auf Spaziergängen oder ein schwankender Gang auf unebenem Terrain versteckte Hinweise für das Vorliegen eines Wirbelsäulenproblems sein. Der neurologisch erfahrene Tierarzt wird anhand seiner Untersuchung weitere Anhaltspunkte für das Vorliegen eines Rückenproblems feststellen.
Im schlimmsten Falle eines Rückenleidens treten akute, hochgradige Schmerzen zusammen mit Lähmungen der Gliedmassen auf - dies kann sowohl bei Tieren mit vorbestehenden Beschwerden als auch bei solchen ohne vorangehende Symptome der Fall sein. Lähmungen weisen auf eine schwere Beeinträchtigung der Rückenmarksfunktion hin und stellen somit einen absoluten Notfall dar, der unverzüglich abgeklärt und behandelt werden sollte.

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Dieser Artikel ist erschienen im Hundemagazin 8/2001
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autor:
Dr.med.vet. Frank Steffen
Diplomate ECVN
Veterinärchirurgische Klink der Universität Zürich
Tierklinik Obergrund, Luzern