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Die Hypothyreose des Hundes

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Definition

Die Hypothyreose ist eine Unterfunktion der Schilddrüse. Sie basiert auf einer Mangelproduktion- und /oder -versorgung des Körpers mit Schilddrüsenhormonen.
Es wird zwischen erworbenen und angeborenen Hypothyreosen unterschieden.

Häufig verwendete Abkürzungen

  T 4 Thyroxin = Schilddrüsenhormon
  T 3 Trijodthyronin = Schilddrüsenhormon
  fT 4 freies T 4 = Schilddrüsenhormon
  TSH schilddrüsenstimulierendes Hormon aus der Hypophyse
  TRH hirnanhangdrüsenstimulierendes Hormon aus dem Hypothalamus = Thyreotropin-releasing-hormon

 

Ursachen

Die angeborene Form

Die angeborene Form führt zu tot geborenen oder lebensschwachen Welpen, welche zu verlangsamten Wachstum bzw. Zwergwuchs neigen und häufig auch in ihrer geistigen Entwicklung stark zurückbleiben. Solche Welpen unterscheiden sich häufig stark in ihrem äusseren Erscheinungsbild von gesunden Altersgenossen.

Die erworbenen Formen

Die erworbene Hypothyreose des erwachsenen Hundes wird zudem in eine primäre und eine sekundäre Hypothyreose unterteilt.

Die primär erworbene Form

Bei der primären Form kann die Schilddrüse selbst nicht genügend Hormon produzieren. Diese Form kommt beim Hund am häufigsten vor, kann wegen des schleichenden Erscheinens jedoch unerkannt bleiben. Auslöser für dieses Krankheitsbild ist eine Überreaktion des Immunsystems gegen das eigene Schilddrüsengewebe (Autoimmunerkrankung). Daher können im Blut auch Antikörper gegen Schilddrüsengewebe nachgewiesen werden. Diese Entgleisung des Immunsystems ist bis zu 95% die Ursache. Als Folge der Selbstzerstörung führt dieser Prozess entweder zu einer entzündlich veränderten Schilddrüse (lymphozytären Thyreoditis), oder zu einer Gewebsschrumpfung unbekannter Ursache (idiopathische Atrophie des Schilddrüsengewebes). Im Laufe der Zeit kann diese Schrumpfung im vollständigen Fehlen von funktionellem Schilddrüsengewebe enden. Bei der entzündlichen Veränderung hingegen, hängt die Hormonproduktion vom Schweregrad des Krankheitsprozesses ab, und variiert so von vollständig normal bis krank.
Man geht davon aus, dass genetische (auf Erbgrundlagen basierende) Faktoren das Auftreten dieser Erkrankung auslösen.
Weitere auslösende Faktoren, wie andere Entzündungsformen, Tumoren oder Folgen eines mechanischen Reizes sind eher selten anzutreffen. Wenn auch beim Menschen deutlich mehr das weibliche Geschlecht von der Hypothyreose betroffen ist (10:1), so soll das Verhältnis weiblich:männlich beim Hund je nach Quelle etwa bei 2.5:1 liegen.
Die autoimmune Form ist auch beim Menschen die häufigste Ursache für die primäre Hypothyreose. Als typisches Symptom manifestiert sich aber der Kropf. Dieser ist beim Hund praktisch nur bei Jodmangel anzutreffen.

Die sekundär erworbene Form

Die sekundäre Form tritt wesentlich seltener auf. Sie ist u.a. auf den Mangel an TSH, dem oben bereits erwähnten, übergeordneten Hormon aus der Hirnanhangsdrüse, zurückzuführen. Dadurch hat die ausbleibende Stimulation der Schilddrüse ebenfalls einen Mangel an T 4 zur Folge. Diese Hypothyreoseform kann auf ein Kopftrauma (Schlag, Unfall ...), eine Fehlentwicklung in der Embryonalzeit oder einen Tumor der Hirnanhangsdrüse zurückzuführen sein.

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Dieser Artikel ist erschienen im Hundemagazin
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autorin:
Dr. med. vet. Angi Keiser-Semder
Tierklinik Obergrund AG
Schlossstr. 11, 6005 Luzern
www.tierklinik-obergrund.ch