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Die Hypothyreose des Hundes

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Symptome

Wir finden diese Erkrankung vor allem bei mittelgrossen und grossen Rassen, wie dem Golden Retriever oder dem Dobermann. Bei Zwergrassen hingegen ist die Hypothyreose eher eine Ausnahme. Meist betrifft es Tiere zwischen dem zweiten und sechsten Lebensjahr. Selten erscheinen die Symptome vor dem zweiten Lebensjahr.

Aufgrund der grossen Reservekapazität des Organismus, werden Schilddrüsenunterfunktionen erst bemerkt, wenn mind. 75 % des Schilddrüsengewebes ihre Funktion aufgegeben haben. Daher bleibt die Krankheit oft während Jahren unentdeckt. Zudem schleichen sich die Symptome nur langsam ein, sodass die Veränderungen am Tier oft mit dem Älterwerden in Verbindung gebracht werden. Die Symptome sind vielfältig und reichen von Lethargie, vermehrtem Schlafbedürfnis, traurigem Gesichtsausdruck, Kälteüberempfindlichkeit, Gewichtszunahme bei gleicher Futtermenge, Schluckstörung, Gesichts- und Kehlkopfnervenausfälle bis hin zu Lahmheit. Durch die allgemeine Dämpfung des Organismus sind auch Herzfrequenz und Körpertemperatur häufig erniedrigt. Häufig weisen die betroffenen Tiere Hautveränderungen, trockenes, stumpfes Haarkleid und Haarverlust bis Kahlheit auf. Die Haut kann sich durch eine verstärkte Pigmentierung schwarz verfärben. Bei beiden Geschlechtern können Störungen der Fruchtbarkeit auftreten. Bei Hündinnen sind es meist Läufigkeitsstörungen. Es können jedoch auch Totgeburten und Aborte auftreten. Beim Rüden ist oft die Samenqualität vermindert. Natürlich treten nicht immer alle diese Symptome zusammen auf. So kann beim einen eine alleinige Schluckstörung ein Hinweis auf das Vorliegen einer Schilddrüsenunterfunktion sein. Beim anderen Patienten aber findet man von Hautveränderungen, über Lethargie mit Gewichtszunahme bis hin zu Zyklusstörungen eine ganze Palette von Symptomen.

Häufig beobachtete Symptome

  Allgemein
    Lethargie, erhöhtes Schlafbedürfnis
    Trauriger Gesichtsausdruck
    Gewichtszunahme bei gleicher Fütterung
  Herz-Kreislaufsystem
    Verringerte Herzfrequenz
    Erniedrigte Körpertemperatur
  Störungen der Fortpflanzung
    Läufigkeitsstörungen
    Aborte
    Verminderte Samenqualität
  Haut
    Trockenes, stumpfes Haarkleid
    Haarverlust bis Kahlheit
    Verstärkte Pigmentierung der Haut
    Hautentzündungen
  Nervensystem
    Lahmheiten
    Nervenausfälle z. B. Gesichtslähmungen, Schluckbeschwerden, Verlust der Stimme

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Dieser Artikel ist erschienen im Hundemagazin
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autorin:
Dr. med. vet. Angi Keiser-Semder
Tierklinik Obergrund AG
Schlossstr. 11, 6005 Luzern
www.tierklinik-obergrund.ch