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Ultraschall: der schonende aber nützliche Blick ins Innere

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Was kann man mit Ultraschall untersuchen?

Prinzipiell können alle Weichteilorgane und -gewebe mittels Ultraschall untersucht werden, solange diese Organe nicht von Knochen oder Luft umgeben sind. Luft schwächt und verändert Schallwellen viel zu stark. Deshalb wird kein Bild erzeugt, wenn sich zu viel Luft im Ausbreitungsbereich der Schallwellen befindet. Wie steht es nun mit den Möglichkeiten und Grenzen bei der Ultraschalluntersuchung verschiedener Organe?

Lunge und Gehirn

Aus dem oben genannten Grund ist es nur schwer möglich, luftgefülltes Lungengewebe mittels Ultraschall zu untersuchen. Nur die Lungenoberfläche kann befriedigend untersucht werden. Für die Lunge ist grundsätzlich also die Röntgenuntersuchung das beste bildgebende Verfahren – nur bei nicht mehr belüfteten Lungenanteilen kann eine Ultraschalluntersuchung nützliche Zusatzinformationen liefern.
Organe, die mit Knochen überdeckt sind, können ebenfalls nicht untersucht werden, weil Knochen praktisch alle Schallwellen blockieren. Zum Beispiel kann man das Gehirn bei erwachsenen Tieren nicht untersuchen, weil der Schädelknochen alle Schallwellen blockiert. Nur bei jungen Tieren und bei Tieren, die sehr dünne Schädelknochen aufweisen, kann Hirngewebe zum Teil dargestellt werden.

Bauchhöhle

Alle Organe der Bauchhöhle können sehr gut mittels Ultraschall untersucht werden: Leber, Milz, Nieren, Harnblase, Eierstöcke, Gebärmutter, Magen, Darmschlingen, Blutgefässe, Lymphdrüsen und viele andere Bestandteile der Bauchhöhle lassen sich gut untersuchen.
Jedes Organ hat im Ultraschall einen spezifischen Aufbau, eine eigene „Architektur“. Die Ultraschallwellen werden auf dem Weg durch das Gewebe unterschiedlich abgeschwächt und zurückgesendet. Das Ultraschallgerät ist somit fähig, feine Gewebeunterschiede optisch darzustellen.

Im Fall von Entzündungen, Infekten und Tumoren werden Grösse, Lage, Form und möglicherweise auch die Dichte der Organe verändert. Abnormale Muster können von trainierten Augen wahrgenommen werden, und die Erfahrung erlaubt eine Beurteilung der Veränderungen, was dazu beiträgt, eine Diagnose zu stellen. Nicht nur die Architektur, sondern auch die Bewegung von Organen wie zum Beispiel den Darmschlingen (Peristaltik), können sehr gut dargestellt werden. Dadurch gewinnt man wichtige zusätzliche Informationen.
Auch eine Darmentzündung oder ein Darmverschluss können mit Hilfe des Ultraschalls zum Teil sehr gut untersucht werden.
Ein häufiger Grund für eine Ultraschalluntersuchung des Bauches ist ausserdem der Verdacht auf eine Tumorerkrankung.

Brustkorb

Im Brustkorb sind die Indikationen für eine Ultraschalluntersuchung etwas limitierter. Wie schon gesagt, ist die Luft in der Lunge eine Barriere, welche die Darstellbarkeit von vielen anderen Organen im Brustkorb verhindert. Gut trainierte Untersucherinnen und Untersucher können jedoch auch kleine Teile wie z. B. Blutgefässe und Lymphdrüsen identifizieren.

Das Herz ist im Brustkorb das Organ, das am meisten mittels Ultraschall untersucht wird. Kein anderes Körperorgan hat von den Fortschritten der Ultraschalltechnologie so viel profitiert wie das Herz. Der Aufbau der verschiedenen Kammern und der Klappen kann sehr gut dargestellt werden. So kann man alle Teile des Herzens in Bewegung untersuchen, was deren Beurteilung in ihrer Funktion ermöglicht, aber auch erschwert.
Durch verschiedene Messungen ist es ausserdem möglich, die Leistung des Herzmuskels einzuschätzen.   Die Problematik der Herzerkrankungen beim Hund wurden schon früher beschrieben (vgl. SHM 9/98, 1/99, 5/00). Viele von diesen Erkrankungen sind praktisch nur mit Hilfe des Ultraschalls diagnostizierbar.

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Dieser Artikel ist erschienen im Hundemagazin
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Autoren:
Vetimage
Olivier Gardelle, Postfach 408, 8172 Niederglatt
Urs Geissbühler, Felsenweg 16, 3904 Naters
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