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Ultraschall: der schonende aber nützliche Blick ins Innere

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Die Durchführung einer Ultraschalluntersuchung

Für eine Untersuchung der Bauchhöhle muss der Hund auf die Seite gelegt werden. Die meisten Hunde tolerieren eine solche Untersuchung gut, vor allem, wenn die Besitzerin oder der Besitzer dabei ist. Zur Vorbereitung des Ultraschalls werden also – wie bereits eingangs erwähnt – die Haare an der zu untersuchenden Stelle geschoren. Einige Hunde ertragen das Geräusch der Schermaschine auch trotz viel Geduld nicht. In diesem Fall muss man die Patienten mittels Medikamenten beruhigen. Erfahrungsgemäss werden weniger als 5 % der Tiere medikamentell beruhigt. Der Bauch wird dann mit dem bereits beschriebenen Kontaktgel eingestrichen. Erstaunlicherweise reagieren Hunde kaum auf dieses kühle Material. Für eine Untersuchung des ganzen Bauches muss die ganze Bauchunterseite, für eine Ultraschalluntersuchung des Herzens müssen hingegen nur zwei kleine Vierecke („Fenster“) am Brustkorb geschoren werden.
Die Untersuchung kann dann beginnen. Hunde, die bei der Vorbereitung noch etwas nervös waren, beruhigen sich nun vollständig. Etwa nach einer halben Stunde sind sämtliche Organe des Bauches untersucht. Tierärztin oder Tierarzt und Besitzerin oder Besitzer können nun die erhobenen Befunde zusammen besprechen.
Für die Untersuchung des Herzens muss der Hund ebenfalls auf der Seite liegen. Das Herz wird am besten von unten untersucht, weil auf der unteren Seite die Lungen zusammengedrückt sind und so am wenigsten stören. Eine Sedation (Beruhigungsspritze) wird nur ungern verabreicht, da die Funktion des Herzens dadurch beeinflusst werden kann. Junge Tiere, bei denen eine eher längere Untersuchung für die Suche nach angeborenen Herzerkrankungen nötig ist, brauchen manchmal ein leichtes Beruhigungsmittel. Mit Geduld von der Seite des Untersuchers und des Besitzers können die meisten Untersuchungen erfolgreich durchgeführt werden. Der Untersucher darf seinerseits keine Zeit verlieren, um die Prozedur nicht unnötig zu verlängern. Meistens (und speziell beim Herzen, weil der Untersucher seine volle Konzentration den Bildern widmen muss) wird die Untersuchung kommentarlos durchgeführt; die einzelnen Bilder bespricht man erst nachher miteinander.

Andere Körperteile wie Bänder, Sehnen, Muskeln, Gelenke und Augen können ebenfalls untersucht werden: Beim Hund kann zum Beispiel die Bizepssehnenscheide in der Schulterregion mit aufwändigen Röntgenkontraststudien dargestellt werden. Mit einem geeigneten Schallkopf und genügend Erfahrung kann man dies aber auch gut mittels Ultraschall tun; man erhält sogar noch zusätzliche Informationen über die Sehne selbst. Bei der Achillessehne, die von Sehnen aus verschiedenen Muskeln gebildet wird, können Läsionen, Entzündungen und Teilrisse praktisch nur mit Hilfe des Ultraschalls untersucht werden.

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Dieser Artikel ist erschienen im Hundemagazin
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Autoren:
Vetimage
Olivier Gardelle, Postfach 408, 8172 Niederglatt
Urs Geissbühler, Felsenweg 16, 3904 Naters
www.vetimage.ch