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Die Zeckensaison gilt nicht für alle

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Die Zecken sind in der Regel nicht während des ganzen Jahres aktiv, sondern vorwiegend während milden Frühlings- und Herbsttagen. Am wohlsten fühlen sie sich bei Temperaturen um 17°C-20°C. Aus diesem Grund wird man Zecken auch kaum in höheren Lagen (über ca. 1'000 m ü.M.) finden. Diese Beobachtungen gelten aber nicht für alle Zecken. Neben dem Holzbock haben sich in der Schweiz in den letzten Jahren vermehrt auch andere Zeckenarten etabliert. Dazu gehören die Schafzecke Dermacentor marginatus und die Braune Hundezecke Rhipicephalus sanguineus. Letztere hat die unangenehme Eigenschaft, dass sie sich nicht nur im Wald oder dichtem Gestrüpp aufhält, sondern sich auch in Wohnungen und Häusern vermehren kann. Schleppt also der Hund eine solche Zecke ins Haus, ist es möglich, dass das vollgesogene Weibchen in einer ruhigen dunklen Ecke ihre Eier ablegt, und einige Wochen später Hunderte, ja Tausende von Larven anfangen herumzukrabbeln. Kein angenehmer Gedanke! So ist es möglich, dass ein Tier ausserhalb der klassischen Zeckensaison auch im Winter oder Hochsommer von diesen Plaggeistern befallen ist.
Die meisten Zeckenarten in der Schweiz bevorzugen jedoch Waldregionen mit dichtem Unterholz als Lebensraum. Auch Parkanlagen sind oft von Zecken bevölkert und sogar der heimische Garten kann durchaus als Zeckenbiotop dienen. Es genügt dazu ein einzelnes Zeckenweibchen, das von einem Spaziergang nach Hause geschleppt wird und im Garten die Eier ablegt.

  Bild Braune Hundezecke Abbildung 3:
Die Braune Hundezecke kann sich auch innerhalb von Gebäuden vermehren.

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Entgegen einer weitverbreiteten Meinung klettern Zecken nicht auf Bäume, um sich dann auf ihre Opfer zu stürzen. Sie begnügen sich mit kleineren Pflanzen und befinden sich nicht höher als 1 m über dem Boden. Ein sich näherndes Opfer wird aufgrund seiner Ausdünstungen registriert und wenn es an der Zecke vorbeistreift, dann greift diese zu. Auf dem Wirt sucht sie in der Folge eine geeignete Stelle um Blut zu saugen. Es ist gut möglich, dass die Zecke noch einige Zeit auf ihrem Opfer herumwandert, bevor sie zusticht.

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Dieser Artikel ist erschienen im Hundemagazin 3/2002
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autor:
Dr. Heinz Sager
Institut für Parasitologie, Universität Bern