Allergien bei der Katze
Einleitung
Sehr komplexe Vorgänge des Körperabwehrsystems können fremde Organismen (Bakterien, Viren) oder fremde Stoffe (z. B. Pollen) erkennen und entsprechend bekämpfen. Bei normal funktionierender Abwehr wird der fremde Partikel erkannt, bekämpft und beseitigt. Verschiedene Faktoren können aber dazu führen, dass eine Überreaktion stattfindet. Es werden zu viele Abwehrstoffe produziert, welche dann bei einem erneuten Kontakt mit demselben Partikel eine allergische Reaktion auslösen. Niesen, Schnupfen, Husten und tränende Augen sind uns allen bekannt bei an Heuschnupfen leidenden Menschen.
Bei der Katze äussern sich Allergien durch Hautveränderungen. Allergische Katzen niesen nicht, sie kratzen sich. Typische Symptome sind haarlose Stellen, ausgerissene oder abgebrochene Haare mit teilweise stark geröteter Haut, Krusten, Schuppen und so genannte eosinophile Plaques (kreisrunde, stark gerötete, nässende Hautveränderungen). Diese Hautveränderungen sind meist mit sehr intensivem Juckreiz verbunden. Die beschriebenen Hautveränderungen treten meistens an Bauch, Innenschenkel, Hals und Kopf auf. Nicht jede Katze mit Juckreiz leidet an einer Allergie. Parasiten wie Flöhe oder Milben können ebenfalls Juckreiz verursachen. Auch bei Pilzinfektionen, Futterunverträglichkeiten oder Flohbissüberempfindlichkeit können sich Katzen sehr intensiv kratzen.
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Dieser Artikel ist erschienen im "Katzen Magazin" 4 / 1999
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Autor:
Marc Schenkel, Tierarzt


