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Vorabklärung

Sehr wichtig ist eine genaue Untersuchung durch die Tierärztin oder den Tierarzt. Eine gründliche Allgemeinuntersuchung ist die Basis für die darauf folgende spezielle dermatologische Untersuchung. Sämtliche in Frage kommenden Ursachen für intensiven Juckreiz sollten vom Tierarzt ausgeschlossen werden, bevor man eine Allergie diagnostisch abklärt. Spezielle Laboruntersuchungen von Geschabseln der Haut helfen, einen parasitären Befall oder eine Pilzinfektion nachzuweisen. Auch eine Gewebeentnahme kann sehr hilfreiche Informationen liefern. Beim Verdacht einer Futtermittelunverträglichkeit hilft nur eine sehr aufwendige und lang andauernde Ausschlussdiät.

 

Abklärung einer Allergie

Bei der Untersuchung eines allergischen Geschehens wird bei der Katze (ähnlich wie beim Menschen) ein so genannter Intrakutantest durchgeführt. Dabei ist es unumgänglich, die Katze für die Dauer des Tests (ca. dreissig Minuten) mittels einer Spritze zu beruhigen. Seitlich am Brustkorb wird eine rechteckige Fläche vorsichtig ausgeschoren. Die Injektion von verschiedenen möglichen Allergenen (Stoffe, welche Allergien auslösen) in die sehr dünne Katzenhaut kann eine lokale Hautreizung auslösen, falls das Tier auf den in die Haut gespritzten Stoff allergisch ist. Das Ausmass der Rötung und die Grösse der entstandenen Hautreaktion geben meist eindeutige Hinweise, ob eine Allergie vorliegt. Um den Test leichter interpretieren zu können, wird der Katze ein fluoreszierender Stoff direkt in die Blutbahn gespritzt. Positive Hautreaktionen leuchten somit stark leuchtend auf, wenn sie mit einer entsprechenden Lichtquelle angestrahlt werden. Dieser Test erscheint auf den ersten Blick relativ aufwendig, doch Katzen mit intensivem Juckreiz lecken sich wund, sind in ihrer Lebensqualität stark beeinträchtigt und erfahren meist sehr einschneidende Veränderungen in ihrem Verhalten (Unruhe, Angst u. Ä.).

Bild Allergietest Abbildung 4:
Der Allergietest: Verschiedene Allergene werden so getestet. Deutlich erkennbar sind die geröteten, erhöhten Hautstellen, die positive Reaktionen zeigen.

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  Bild Allergietest mit fluoreszierendem Kontrastmittel Abbildung 5:
Durch das Kontrastmittel leuchten die positiven Reaktionen deutlich erkennbar auf, wenn sie mit einer entsprechenden Lichtquelle angestrahlt werden.

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Worauf sind Katzen allergisch?

Die weitaus am häufigsten nachgewiesenen Allergene sind Hausstaub- und Vorratsmilben. Diese kleinen, in jedem Haushalt vorkommenden Parasiten setzen Kot ab, der sehr klein und sehr leicht ist. Durch Luftbewegungen wird dieser Kot aufgewirbelt und kann somit beim Einatmen, durch Aufnahme mit Futter oder durch direkten Kontakt in den Körper eindringen und die Symptome der allergischen Reaktion auslösen. Ebenso klein und leicht sind die Pollen verschiedenster Pflanzen; diese können aber sehr selten für eine Allergie verantwortlich gemacht werden.

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Dieser Artikel ist erschienen im "Katzen Magazin" 4 / 1999
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autor:
Marc Schenkel, Tierarzt