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Augenerkrankungen bei der Katze

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Erkrankungen der Iris

Die Iris umgibt bei der Katze die schlitzförmige Pupille und reguliert als Blende des optischen Systems den Lichteinfall.

 

Entzündungen der Iris

Entzündungen im Bereich der Iris stellen die häufigsten Erkrankungen im Augeninneren dar.

In ungefähr 50 % der Fälle kann eine Ursache ermittelt werden. Auslöser von Irisentzündungen sind neben stumpfen Traumata (Schlag, Autounfall) oder perforierenden Verletzungen (z. B. Krallenverletzungen) auch Virusinfektionen, Tumore und immunbedingte Störungen. Symptome für eine Erkrankung der Iris sind Trübungen durch einen erhöhten Zellgehalt, Blutungen sowie Ausschwitzungen von Entzündungsprodukten in die vordere Augenkammer. Die Iris ist stärker durchblutet, teilweise verdickt und kann eine veränderte Färbung aufweisen. In akuten Fällen ist die Pupille eng.

Fazit: Die Behandlung und Prognose von Irisentzündungen sind abhängig von der Grundursache. Daher sind gezielte Abklärungen (Blutuntersuchungen, Ultraschall, Röntgen) notwendig. Dauertherapien können zur Kontrolle des Entzündungsprozesses nötig sein.

 

Irismelanom

m Gegensatz zum Hund sind Iristumore bei der Katze aggressiver. Das Irismelanom ist der häufigste Tumor der Iris. Es tritt meistens einseitig auf und kann die Iris über Monate und Jahre infiltrieren. Dabei breitet sich das Pigment diffus über die ganze Irisoberfläche aus. Dunkle Pigmentflecken, die sich ausdehnen, Verdickungen der Iris und ein Verziehen der Pupille sind Anzeichen einer Zellentartung. Irismelanome bei der Katze sind bösartig und neigen zur Metastasierung in die Lungen und Leber. Das frühzeitige Entfernen des ganzen Augapfels ist die einzige Möglichkeit, eine Tumorstreuung zu verhindern.

Fazit: Irispigmentierungen können bösartig sein.

 

Grüner Star (Glaukom)

Das Glaukom bei der Katze entsteht am häufigsten als Folge einer Entzündung der Iris. Dabei handelt es sich um ein Ansteigen des Augendrucks mit Schädigung des Sehnervs und der Netzhaut. Typisch für das Glaukom sind eine weite, starre Pupille mit Verlust des Sehvermögens und in chronischen Fällen eine Vergrösserung des Augapfels. Das primäre Glaukom, bei dem keine zusätzlichen Ursachen vorhanden sind, kommt bei der Katze selten vor. Bei den Siamesen scheint jedoch eine rassebedingte Häufung zu bestehen. Mit Druck senkenden Medikamenten kann versucht werden, den Augendruck unter Kontrolle zu bringen.

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Dieser Artikel ist erschienen im Katzenmagazin 1 / 2005 und 2 / 2005
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autor:
Dr. med. vet. Jürg Bolliger Diplomate ECVO
Fachtierarzt für Augenerkrankungen
BolligerTschuor AG, Fachtierärzte für Kleintiere
Kieferstrasse 2, CH-4665 Oftringen
www.bolligertschuor.ch