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Epileptische Krampfanfälle bei Katzen

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Diagnosestellung

Am Anfang steht in jedem Fall eine Untersuchung von Blut und Urin auf dem Plan. Allfällige Stoffwechselprobleme oder Infektionen können so festgestellt werden. In vielen Fällen werden diese Resultate normal sein. Zumindest wenn neurologische Ausfälle festgestellt werden können, ist eine Punktion des Gehirnwassers, evtl. kombiniert mit einer Tomographie des Gehirns, angezeigt. Eine Gehirntomographie (Computertomographie oder Kernspintomographie) ist heutzutage in fast jedem Fall von Epilepsie Voraussetzung für eine möglichst exakte Diagnose und Behandlungsmethode.

 

Behandlung

Eine einzelne Anfallsepisode rechtfertigt kaum den Beginn einer dauerhaften Behandlung mit antiepileptischen Medikamenten. Jedoch ist die Behandlung dringend anzuraten in Fällen, wo häufige Anfälle (wöchentlich, monatlich) vorkommen, ein so genannter Status epilepticus (langdauernder Anfall ohne spontane Erholung) oder konkrete Hinweise für eine Gehirnerkrankung vorliegen. Wenn die Behandlung mit einem einzelnen Medikament eine ungenügende Wirkung zeigt, kann unter Umständen ein zweites Mittel zusätzlich verabreicht werden. Vorher ist es ratsam, durch eine Bestimmung des Blutspiegels festzustellen, ob denn das erste Medikament überhaupt in genügender Dosis aufgenommen wurde. Dies ist gerade bei Katzen mit einer Aversion gegen die Einnahme von Tabletten ein grosses Problem. Eine Alternative zur Gabe von Tabletten stellt die Verabreichung des Medikaments in Tropfenform dar. Wenn die zugrunde liegende Erkrankung nicht behandelt werden kann, ist von dieser bloss symptomatischen Therapie hingegen keine zuverlässige Wirkung zu erwarten.

 

Fazit

Angesichts der Tatsache, dass hinter einem Krampfanfall einer Katze eine schwerwiegende Erkrankung versteckt sein kann, ist die Prognose in vielen Fällen zweifelhaft. Der Schweregrad eines Krampfanfalls lässt hingegen keine Schlüsse zu, ob eine Behandlung erfolgreich verlaufen wird oder nicht. Eine rechtzeitig eingesetzte Therapie kann zu einer langdauernden, guten Anfallskontrolle führen.

Dieser Artikel ist erschienen im Katzenmagazin 5 / 2005
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autor:
Dr. med. vet. Frank Steffen DECVN
OA, Neurologie/Neurochirurgie
Klinik für Kleintierchirurgie, Departement für Kleintiere
Vetsuisse-Fakultät Universität Zürich
Winterthurerstr. 260
8057 Zürich