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Erbrechen und Durchfall bei der Katze

Durchfall

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Neben Erbrechen ist der Durchfall ein sehr häufiges Problem, mit dem Katzenbesitzer/innen und Tierärzte konfrontiert werden. Wann sollte eine Katze mit Durchfall der Tierärztin oder dem Tierarzt vorgestellt werden? Als grobe Richtlinie kann ich folgende Empfehlungen geben: nach 2-3-tägigem Durchfall, falls keine Allgemeinstörungen vorliegen und der Durchfall trotz Futterentzug für 24 Stunden nicht gestoppt werden konnte. Bei Durchfall mit Allgemeinstörungen sollte unverzüglich eine Tierarztpraxis aufgesucht werden, da grössere Flüssigkeitsverluste recht schnell zum Tod der Katze führen können.

 

Häufige Ursachen, die bei Katzen zu Durchfall führen können

Katzenseuche

Die Katzenseuche wir durch ein Virus verursacht, dass sich in der Darmschleimhaut vermehrt und diese vollständig zerstören kann. Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall mit grossen Wasserverlusten sind die Folge. Dank den guten Impfungen, die uns heute zur Verfügung stehen, kann diese an sich tödlich verlaufende Durchfallerkrankung heute vermieden werden.

 

Darmparasiten

Bei nicht entwurmten Jungkatzen spielen Darmparasiten als Durchfallerreger eine grosse Rolle. Durch regelmässige Entwurmungen kann dieses Problem heute vermieden werden. Dabei sollten die Muttertiere vor der Geburt und die Katzenwelpen kurz nach der Geburt zum ersten Mal entwurmt werden.

 

Entzündliche Darmerkrankungen

Bei erwachsenen Katzen spielen die entzündlichen Darmerkrankungen eine grosse Rolle (siehe auch unter Erbrechen). Der Darm dieser Katzen ist oft durch die Anwesenheit bestimmter Enzündungszellen in der Darmwand verdickt und die Nährstoffe können nicht mehr genügend vom Körper aufgenommen werden. Leider ist die Ursache nicht bekannt, aber Futtermittelallergien scheinen in vielen Fällen eine Rolle zu spielen. Oft werden daher neben Medikamenten, welche die Entzündung im Darm unterdrücken, auch spezielle Futtermittel verschrieben, die einerseits leicht verdaulich sind, anderseits auch Eiweisse enthalten, die bei der betroffenen Katzen keine Allergien auslösen können. Zur Bestätigung der Diagnose oder bei Nichtansprechen auf die Therapie können eine Darmspiegelung oder ein chirurgischer Eingriff Klarheit verschaffen.

 

Dickdarmentzündungen

Dickdarmentzündungen kommen bei Perserkatzen häufig vor. Im Gegensatz zu Problemen im Dünndarm zeigen solche Katzen oft auch Spuren von frischem Blut oder Schleim im Kot. Im typischen Fall wird der Kot in kleinen Portionen mehrmals täglich abgesetzt (Kotdrang). Oft sind die Besitzer/innen wegen den Blutspuren auf dem Kot äusserst beunruhigt. Im Gegensatz zum Menschen ist Dickdarmkrebs bei Katzen aber selten! Die Therapie besteht in Diäten, der Gabe von Medikamenten, eventuell auch Rohfaserzusatz zum Futter.

Dieser Artikel ist erschienen im "Katzen Magazin" Ausgaben 6 / 1999 und 1 / 2000
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autor:
Dr. med. vet. Pierre Arnold