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FIP (Feline Infektiöse Peritonitis)

Verlauf der Infektion

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Gehen wir nun mal von einer gesunden jungen Katze aus, die dem FECV noch nie zuvor begegnet ist. Diese wird nun gekauft und in einen Katzenhaushalt mit sechs weiteren erwachsenen, gesunden Tieren gebracht, welche bereits eine Infektion durchgemacht haben. Es ist davon auszugehen, dass unsere junge Katze sich schnell mit dem Virus ansteckt und die Infektion durchmacht. Diese Tatsache kann mittels eines Bluttests nachgewiesen werden (vgl. Serologische Untersuchung). Die FECV-Infektion führt zum Befall der Darmzellen und Ausbreitung des Virus im ganzen Körper. Was danach genau passiert, bleibt weiterhin ein Geheimnis. Klar ist, dass es drei Entwicklungsmöglichkeiten gibt:

  1. Häufig: Die Katze hat ein gesundes, funktionstüchtiges Abwehrsystem und die Infektion heilt vollständig ab. Es kommt zu keiner Mutation des Virus und der Körper begrenzt effektiv die daraus resultierende Immunreaktion. Diese Katze kann den Virus vorübergehend ausscheiden (mehrere Wochen bis Monate), kann im Bluttest positiv reagieren und bleibt weiterhin gesund.
  2. Selten: Die Katze hat ein gesundes, funktionstüchtiges Abwehrsystem und die Infektion heilt vollständig ab, die Katze bleibt jedoch ein Dauerausscheider. Sie scheidet den Virus ununterbrochen lebenslänglich aus, reagiert im Bluttest positiv und bleibt gesund. Diese Tiere können durch eine Umplatzierung in eine katzenarme Umgebung ihren Ausscheiderstatus verlieren (aber auch wiedererlangen). Dass das Virus nicht mehr ausgeschieden wird, kann über die serologische Untersuchung (Abfall der Antikörpermenge) nachgewiesen werden.
  3. Sehr selten: Die Katze hat ein schwaches Abwehrsystem. Es wird zusätzlich z. B. durch einen Tierheimaufenthalt oder Halterwechsel stark belastet und geschwächt (Stress!). Während der Infektion kommt es in den Darmzellen zur spontanen Mutation des Virus. Die Katze entwickelt einige Tage bis Wochen danach eine FIP. Dieses Tier kann den Virus vorübergehend ausscheiden, reagiert im Bluttest mit positivem Resultat und kann das volle Spektrum der Krankheitssymptome entwickeln. Alle Details, weshalb genau diese Katze an einer FIP erkrankt, wurden bislang noch nicht erforscht. Was man weiss, ist, dass diese Tiere die Ausbreitung des Virus im Körper nicht begrenzen können, zusätzlich noch immunschwächer werden und der Körper in der Folge eine heftige Entzündungsreaktion ausprägt.

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Dieser Artikel ist erschienen im "Katzen Magazin" 2 / 2007
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autor:
Dr. med. vet. Kamil Tomsa
Diplomate European College of Veterinary Internal Medicine
Kleintierklinik Rigiplatz, Hünenbergerstrasse 4/6, 6330 Cham