FIP (Feline Infektiöse Peritonitis)
Therapiemöglichkeiten
Die FIP ist eine tödliche, unheilbare Erkrankung. Es gibt einzelne Fälle der trockenen FIP, wo von einer spontanen Heilung berichtet wurde (auch ich habe dies schon selbst in der Praxis erlebt). Wunder gibt es! Die feuchte Form ist jedoch unheilbar, und es wird hier deshalb von jeglichen Therapieversuchen abgeraten, um das unnötige Leiden des Tieres zu vermeiden.
Grosse Hoffnungen werden in jüngster Zeit mit dem felinen Interferon (vgl. KM 6/06, "Interferon in der Tiermedizin"). Interferone sind spezielle Stoffe, die im Körper selber hergestellt werden, um bei der Bekämpfung von viralen Infektionen zu helfen. Sie wirken nicht direkt gegen den Virus, sondern beeinflussen die Abwehrantwort positiv. In der Humanmedizin werden verschiedene Interferone zur Behandlung diverser viraler Infektionen eingesetzt (z. B. Hepatitis B). In der Tiermedizin wurden eine Studie sowie mehrere Fallberichte über die teilweise erfolgreiche Behandlung der FIP mittels Interferon veröffentlicht. Trotzdemkann diese Therapie nicht bedenkenlos empfohlen werden, und die Entscheidung zu therapieren muss von Fall zu Fall neu getroffen werden. Generell scheinen ältere Katzen mit trockener FIP die besten Therapiekandidaten zu sein.
Der Zustand des betroffenen Tieres lässt sich -- jedoch nur sehrkurzfristig -- auch mittels entzündungshemmender Therapie (z. B. Cortison) positiv beeinflussen. Die Prognose für Tiere mit einer aktiven FIP-Erkrankung ist schlecht.
Vorbeugende Massnahmen
Aus dem oben Gesagten kann abgeleitet werden, dass die folgenden Massnahmen wichtig sind, um die Gesundheit von Einzelkatzen wie auch Zuchtstationen zu wahren:
- Anzahl der Katzen: Die Anzahl der Tiere sollte möglichst tief (weniger als 10) gehalten werden. Die Tiere sollten in stabilen, kleineren Gruppen von 2--4 Katzen leben.
- Hygiene: Es sollten genügend Katzentoiletten vorhanden sein (Faustregel = Anzahl der Katzen + 1), die rigoros und regelmässig -- am besten täglich -- gereinigt werden. Eine gründliche Desinfektion sollte idealerweise, insbesondere in Mehrkatzenhaushalten, wöchentlich durchgeführt werden. Die Futter- und Wasserstellen sind von den Toiletten räumlich getrennt zu halten.
- Serologie: In serologisch negativen Haushalten/Zuchten sollten nur Katzen mit einer negativen Coronavirusserologie aufgenommen werden und umgekehrt.
- Weitere:
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Dieser Artikel ist erschienen im "Katzen Magazin" 2 / 2007
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35
Autor:
Dr. med. vet. Kamil Tomsa
Diplomate European College of Veterinary Internal Medicine
Kleintierklinik Rigiplatz, Hünenbergerstrasse 4/6, 6330 Cham