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Muss ein Schnupfen behandelt werden?

"Stimmt es, dass frei lebende Katzen meist verschnupft sind? Wir haben eine Findlingskatze (Alter unbekannt) bei uns aufgenommen. Sie hat so gelbes Zeug, das beim Niesen aus der Nase kommt. Muss dies therapiert werden? Denn sonst gehts ihr gut."

Antwort

Bei gelbem Sekret aus der Nase handelt es sich um eitrigen Ausfluss. Vor allem bei Jungkatzen ist die Ursache meistens Katzenschnupfen. Dieser Umstand trifft aber längst nicht auf alle frei lebenden Katzen zu. Ebenso können reine Wohnungskatzen an einem Schnupfen leiden. Für beide Gruppen gilt aber folgende Tatsache: Bei nicht rechtzeitiger und konsequenter Therapie kann häufig ein chronisches und therapieresistentes Problem entstehen. Denn auch die körpereigenen Abwehrkräfte vermögen nicht alles zu heilen. Betroffene Tiere leiden dann möglicherweise zeitlebens an mehr oder weniger starken Schnupfensymptomen, was sowohl für die betroffenen Katzen als auch für die involvierten Menschen sehr unangenehm sein kann.

Ein weiterer wichtiger Punkt, der für eine medizinische Behandlung spricht, ist die Tatsache der hohen Ansteckungsgefahr: Je länger ein Tier massiv verschnupft herumläuft, desto grösser ist ihr Ansteckungspotenzial für andere Katzen. Diesem Umstand wird von Tierhalter/innen gesunder Katzen mit der regelmässigen Schnupfenimpfung Rechnung getragen.

Abschliessend muss noch auf andere, weit weniger häufige Ursachen von eitrigem Nasenausfluss hingewiesen werden. Dazu gehören sicherlich gutartige Wucherungen wie Polypen oder bösartige Gewebeneubildungen wie Tumoren und Fremdkörper in den Nasenhöhlen. Auch bei solchen Ursachen ist die Selbstheilungsrate nach monatelanger Symptomatik eher unwahrscheinlich.

 

Schlussbemerkung

Hand aufs Herz, bei der Frage nach der Menopause bei der Kätzin wird zuerst geschmunzelt, und wenn es dann um eine Antwort geht, wird am Kopf gekratzt. Wir hoffen, Ihnen mit solchen Informationen zu Themen, die uns eigentlich täglich im Zusammenleben mit unseren Vierbeinern begleiten, das eine oder andere "Aha" zu entlocken. Wir versuchen weiterhin, Ihren Fragen nachzukommen, möchten aber auch darauf hinweisen, dass online weder Diagnosen gestellt noch Therapien verschrieben werden können. Dazu braucht es nebst Ihren Informationen eine erweiterte Erfragung und die klinische Untersuchung des betroffenen Tieres. Und dies geschieht bei Ihrem Tierarzt vor Ort.

Dieser Artikel ist erschienen im "Katzen Magazin" 3/2008
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autor:
Dr. med. vet. M. Keiser
Tierklinik Obergrund
Schlossstr. 11
CH-6005 Luzern