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Sommerzeit - Insektenzeit

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Käfer und Insekten sind besonders für Wohnungskatzen willkommene Jagdersatzobjekte. Bienen-, Wespen- oder ausnahmsweise gar Hornissenstiche im Bereich der Pfotenballen sind in der warmen Jahreszeit keine Seltenheit. Die schmerzhafte Pfote schwillt innert Kürze massiv an, ist gerötet und warm und wird nicht mehr aufgesetzt. Da sich die Katze meist mit Nachdruck gegen Berührungen und Manipulationen wehrt, verzichtet der umsichtige Besitzer am besten sofort auf entsprechende Therapieversuche und konsultiert den Tierarzt. Diese Empfehlung gilt ganz besonders dann, wenn angenommen werden muss, dass die Katze das stechende Insekt geschluckt hat. Jede Minute ist kostbar. Ein massives Anschwellen im Rachenbereich kann zum Ersticken des Tieres führen.
Das Risiko von Insektenstichen lässt sich für Katzen klein halten, indem man in der kritischen Zeit keine Essens- und Futterreste stehen lässt. Es lohnt sich, die Katze nicht unbeaufsichtigt auf dem Balkon zurückzulassen, an Sonnentagen die Jalousinen runter zu lassen oder Mückengitter in den Fensterrahmen zu montieren. Man kann Katzen die Jagd auf Insekten auch verleiden, indem man sie jedesmal anonym mit einem Wasserspritzer oder einer Wasserpistole "bestraft", wenn sie nach den vermeintlichen Beutetieren angelt.

 

und ausserdem...

Wenn Katzen früh und konsequent daran gehindert werden, auf Möbel, Tische und Anrichte zu springen, ist die Gefahr, sich an warmen Herdplatten, am heissen Bügeleisen oder an der geöffneten Backofentür die Pfoten zu verbrennen gering. Auch sollte man sich angewöhnen, Brennendes, Kochendes oder Heisses sicher aufzubewahren.
Nicht selten kommt es vor, dass Katzen in der Wohnung von fallenden Gegenständen verletzt oder so überrascht und ungeschickt von umkippendem Inventar stürzen, dass sie sich dabei gefährliche Verletzungen zuziehen. Was immer Katzen erklettern oder bespringen können, muss deshalb gut verankert sein und regelmässig auf Standfestigkeit überprüft werden. Leben mehrere Katzen in einem Haushalt ist besondere Vorsicht geboten. Die Anwesenheit einer andern Katze im Augenblick des Erschreckens oder beim Zuziehen einer Verletzung kann fatale Folgen haben. Oft wird die am Geschehen unbeteiligte, jedoch anwesende Katze als Verursacherin betrachtet und nur schwer zu therapierende übertragene Aggressionen nehmen bei solchen Vorfällen ihren Anfang.

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Dieser Artikel ist erschienen im "Katzen Magazin" 4 / 2001
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autorin:
med. vet. Christina Sigrist