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Infektionskontrolle macht Sinn

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Weniger aufwändig und viel wirksamer lassen sich Katzen vor ansteckenden Infektionskrankheiten und lästigen Parasiten schützen.
Freilaufkatzen sollten zusätzlich gegen Leukose geimpft werden, da sie bei Beissereien mit streunenden oder verwilderten Virusträgern angesteckt werden können. Flöhe übertragen den sog. Gurkenkernbandwurm und Mäuse sind Zwischenträger des Fuchsbandwurmes und anderer Bandwurmarten, weshalb sich sowohl regelmässige Bandwurmkuren, wie auch vorbeugende Schutzmassnahmen gegen Flohbefall bewähren. Zecken ist mit herkömmlichen Mitteln bei Katzen nur schwer beizukommen. Da sie sich jedoch meistens im Kopfbereich festbeissen, bleiben sie selten lange unentdeckt und lassen sich mit geeigneten Hilfsmitteln schonend entfernen, bevor sie sich vollgesogen haben.

 

Kampfspuren - ungeliebte Souvenirs

Auch unter kastrierten Katern und Kätzinnen kommt es nicht gerade selten, wenn auch wesentlich seltener als unter intakten Tieren, zu mehr oder weniger heftigen kämpferischen Auseinandersetzungen. Biss- und Kratzverletzungen im Kopf- und Pfotenbereich lassen auf eher mutige und draufgängerische, die Konfrontation suchende Individuen schliessen. Die weniger Mutigen, die ihr Heil in der Flucht suchen, erwischt es mit wiederkehrender Regelmässigkeit v.a. im Hinterbacken- und Schwanzbereich. Die spitzen Eckzähne bohren sich, Injektionskanülen ähnlich, tief ins Fleisch, aber hinterlassen jeweils nur kleine, sich meist innert wenigen Minuten wieder verschliessende Löcher in der Haut. Katzenbisse bluten selten, führen aber regelmässig zu teils ausgedehnten eitrigen Infekten und Abszessen. Die aus der Maulhöhle ins Wundgebiet eingebrachten Bakterien vermehren sich unter luftarmen Bedingungen optimal.

  Bild Katze mit Backenabszess Abbildung 7:
Eine dicke Backe oder ein Stummelschwanz - zwei untrügliche Beweise für männliche Tapferkeit.

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Je nach Ort und Ausmass der Verletzung gehen die betroffenen Tiere hochgradig lahm, ziehen sich zurück, verweigern die Futteraufnahme und fauchen und knurren unmissverständlich, sobald man sich ihnen nähert. Nicht immer lässt sich eine erhöhte Körpertemperatur feststellen, aber fast regelmässig sind die benachbarten Lymphknoten, die für die örtliche Infektkontrolle verantwortlich sind, deutlich vergrössert. Eine deutliche Besserung des Allgemeinbefindens tritt ein, sobald sich nach einigen Tagen ein meist auch von aussen gut sichtbarer Abszess gebildet hat, der sich oft spontan entleert. Werden Bissverletzungen frühzeitig vorgestellt, lässt sich oft das Schlimmste verhindern und eine operative Sanierung der Wunde mit Naht oder Drainage erübrigt sich. Mutige Besitzer untersuchen bei kooperativen Katzen verdächtige Hautpartien, schneiden verklebte Haare weg, entfernen die Kruste über der Bissstelle und spülen die Wunde mit 1:10 verdünnter, alkoholfreier Jodlösung. Durch sofortiges Freilegen, Reinigen, Desinfizieren und Offenhalten der Wunde kann in den meisten Fällen das Angehen einer Infektion verhindert werden.

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Dieser Artikel ist erschienen im "Katzen Magazin" 4 / 2001
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autorin:
med. vet. Christina Sigrist