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Eine der gefürchtetsten Darmerkrankung von HIV-positiven Menschen ist die Kryptsporidiose. Diese kann zu einer chronischen Entzündung der Darmwand führen, und es ist den betroffenen Personen häufig nicht mehr möglich, die Infektion jemals wieder loszuwerden. Der Erreger dieser Krankheit (C. parvum) ist ein sehr kleiner Parasit, der meist durch verschmutztes Wasser oder durch verschmutzte Nahrungsmittel aufgenommen wird.
Katzen können ebenfalls von der Kryptosporidiose befallen werden, allerdings geschieht dies durch einen "katzeneigenen" Parasit (C. felis), der in der Regel nicht auf den Menschen übertragbar ist. Da dieser Parasit aber doch auch schon bei AIDS-Patienten nachgewiesen wurde, ist eine Übertragung von der Katze auf den Menschen nicht sicher auszuschliessen. Von der Kryptosporidiose befallen sind vorallem Junkatzen (jünger als 6 Monate), leukosepostive Tiere und Katzen, die unter chronischem Durchfall leiden. Leute mit einer geschwächten Körperabwehr sollten daher den Kontakt zu diesen Tieren meiden.
Die Salmonellose ist eine weitere Darmerkrankung, die bei Leuten mit einer Körperabwehrschwäche schwerwiegende Folgen haben kann. Die Katze kann, wie jedes andere Säugetier, Träger der Salmonellose sein. Um zu vermeiden, dass eine Katze sich mit Salmonellen ansteckt, sollte man ihr kein Frischfleisch und insbesondere kein rohes Pouletfleisch füttern. Natürlich kann sich die abwehrgeschwächte Person auch direkt über diese Produkte anstecken. Aus diesem Grund sollten diese Leute ausschliesslich gut durchgekochtes Fleisch essen und bei der Zubereitung von Frischfleisch Plastikhandschuhe tragen.
Giardien sind kleine Parasiten, welche sowohl beim Menschen wie auch bei der Katze Durchfall verursachen können (siehe KM 1/2001 oder www.svk-asmpa.ch). Viele Katzen sind Träger dieser Parasiten, ohne selber daran zu erkranken. Da Giardien durch die gängigen Wurmmittel nicht abgetötet werden, ist es empfehlenswert, bei Katzen, welche Freilauf haben einmal pro Jahr eine Kotuntersuchung durchzuführen, wenn der Katzenhalter an einer Körperabwehrschwäche leidet.
Spulwürmer sind Parasiten, welche mehrere Zentimeter lang sein können und deshalb schon von blossem Auge sichtbar sind (siehe KM 6/2000 oder www.kleintiermedizin.ch). Nicht sichtbar von Auge sind jedoch die Wurmeier und sie sind es, welche von der Katze auf den Menschen übertragen werden können. Nimmt der Mensch die Wurmeier über den Mund auf und schluckt sie ab, so bilden sich anschliessend in seinem Darm Wurmlarven. Diese können den Darm verlassen und über die Blutzirkulation in verschieden Organe (Haut, Gehirn, Augen,) gelangen, wo sie beträchtliche Schäden anrichten können. Da die Wurmeier erst eine bis drei Wochen nach Auscheidung mit dem Katzenkot für den Menschen ansteckend werden, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich ansteckende Wurmeier auf dem Fell einer Katze befinden sehr gering, denn Katzen putzen sich ja mehrmals täglich. Beim direkten Kontakt mit der Katze besteht daher praktisch keine Ansteckungsgefahr. Viel grösser ist die Gefahr der Ansteckung jedoch bei der Arbeit im Garten oder für Kinder beim Spielen im Sandkasten. Sowohl die Erde wie auch der Sand können ansteckende Wurmeier enthalten, nachdem sie mit Katzenkot verunreinigt wurden. Folglich sollten Leute mit einer Körperabwehrschwäche beim Gartnen immer Handschuhe tragen und Sandkästen sollten generell immer zugedeckt werden, wenn sie nicht benutzt werden.

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Dieser Artikel ist erschienen im "Katzen Magazin" 1 / 2002
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autorin:
Dr. med. vet. Danielle Gonin Jmaa
europäisch diplomierte Spezialistin in innerer Medizin ECVIM
Tierärztezentrum Agy, Granges-Paccot