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Tips für Katzenhalter mit einer geschwächten Körperabwehr

Katzenkratzkrankheit

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Die Katzenkratzkrankheit ist eine Krankheit, die, wie der Name sagt, Leute befällt, die von einer Katze gekratzt wurden. Die Übertragung durch einen Katzenbiss ist ebenfalls möglich aber weniger häufig. Das Bakterium, das für die Krankheit verantwortlich ist, wurde erst vor etwa zehn Jahren entdeckt und es erhielt den Namen Bartonella henselae. Die Krankheit kommt weltweit vor, vieles ist aber heute noch unbekannt darüber.
Die Ansteckung mit Bartonella führt bei Leuten mit einem funktionsfähigen Körperabwehrsystem einige Tage nach der Kratzverletzung zur Bildung von Pusteln im Wundbereich. Drei bis vier Wochen später kommt es zu einer Entzündung der Lymphdrüse, welche sich in der Nähe der Verletzung befindet, wodurch diese anschwillt und oft auch schmerzhaft wird. Diese Entzündung kann mehrere Wochen bis Monate anhalten. In der Hälfte der Fälle verursacht die Krankheit sonst keine weiteren Beschwerden; in der anderen Hälfte geht sie mit Fieber, Glieder- und Kopfschmerzen einher. Die Krankheit heilt normalerweise von alleine ab, was aber mehrere Monate benötigen kann.
Bei Leuten mit einer geschwächten Körperabwehr kann die Ansteckung mit Bartonella viel schlimmere Folgen haben. Die Katzenkratzkrankheit kann bei diesen Leuten zu einer Schädigung des Zentralnervensystems, einer lebensbedrohlichen Blutvergiftung oder zu anhaltenden Fieberschüben führen.
Bei Katzen führt Bartonella in der Regel nicht zu einer Erkrankung; es kann höchstens zu grippeähnlichen Beschwerden kommen, welche bereits nach wenigen Tagen wieder verschwinden. Untersuchungen haben ergeben, dass fast jede zehnte Katze Trägerin von Bartonella ist. Da der Erreger auch in Katzenflöhen nachgewiesen wurde, liegt die Vermutung nahe, dass sich Katzen durch Flohbefall anstecken können.
Da sehr viele Katzen Träger der Katzenkratzkrankheit sind und da die Krankheit für Leute mit einer Körperabwehrschwäche sehr schwerwiegende Folgen haben kann, sollte der abwehrgeschwächte Katzenhalter seine Katze vom Tierarzt auf Bartonella untersuchen lassen. Wenn es sich herausstellt, dass die Katze tatsächlich Trägerin der Krankheit ist, kann man versuchen, den Erreger mit Antibiotika abzutöten. Leider ist dies häufig nicht möglich und in diesen Fällen, sollte sich der Katzenhalter ernsthaft überlegen, die Katze wegzugeben.
Es versteht sich von selber, dass Freilaufkatzen ein viel grösseres Risiko tragen, mit Bartonella angesteckt zu werden als Wohnungskatzen, da sie sowohl den Kratzern und Bissen von anderen Katzen als auch dem Katzenfloh ausgesetzt sind.

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Dieser Artikel ist erschienen im "Katzen Magazin" 1 / 2002
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autorin:
Dr. med. vet. Danielle Gonin Jmaa
europäisch diplomierte Spezialistin in innerer Medizin ECVIM
Tierärztezentrum Agy, Granges-Paccot