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Toxoplasmose

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Toxoplasma gondii ist ein sehr kleiner Parasit, welcher nur unter dem Mikroskop sichtbar ist (KM 1/2001 oder www.kleintiermedizin.ch). Wird eine Frau während der Schwangerschaft zum ersten Mal in ihrem Leben von diesem Parasiten angesteckt, dann kann es zu einer Fehlgeburt oder zu Missbildungen beim ungeborenen Kind kommen. Bei AIDS-Patienten führt die Toxoplasmose häufig zu schweren Hirnentzündungen.
Obwohl der Parasit vorallem im Darm der Katze zuhause ist und diese das einzige Haustier ist, welche Toxoplasmeneier im Kot ausscheiden kann, ist das Risiko einer direkten Übertragung von der Katze auf den Menschen relativ gering. Dies vorallem deswegen, weil die Parasiteneier unmittelbar nach der Ausscheidung im Kot noch nicht ansteckend sind; zuerst müssen sie eine Reifung durchmachen, welche eins bis fünf Tage dauert. Da Katzen sich mehrmals täglich putzen, befinden sich praktisch nie ansteckende Parasiteneier auf ihrem Fell. Die Zeit, während der eine Katze Parasiteneier im Kot ausscheidet, ist zudem sehr limitiert. Dies geschieht nämlich in der Regel nur während wenigen Tagen nachdem sie zum ersten Mal in ihrem Leben vom Parasiten angesteckt wurde. Katzen werden durch den Verzehr von Mäusen oder von Frischfleisch mit Toxoplasmen angesteckt. Bei einer Stubenkatze, die ausschliesslich Fertigfutter zu fressen bekommt, besteht also kein Risiko einer Ansteckung. Bei einer Freilaufkatze sollte das Katzenkistchen täglich gereinigt werden und dies von Vorteil nicht von der Person mit der Körperabwehrschwäche oder diese sollte Handschuhe tragen. Anzumerken ist, dass sich der Mensch vorallem durch den Verzehr von ungenügend gekochtem Fleisch, bei der Zubereitung von Frischfleisch oder bei der Gartenarbeit mit Toxoplasmen ansteckt. Wie bereits weiter oben beschrieben, sollte die abwehrgeschwächte Person vorallem in diesen Bereichen die entsprechenden Vorsichtsmassnahmen treffen.

 

Hautpilz

Wenn eine Katze von einem Hautpilz befallen ist, kommt es recht häufig zu einer Ansteckung des Katzenhalters. Eine Katze, die Hautausschläge aufweist, sollte deshalb unverzüglich zum(r) Tierärzt(in) gebracht werden. Problematisch sind vorallem die Fälle, wo man der Katze nicht ansieht, dass sie von einem Hautpilz befallen ist. Es gibt nämlich unter den Katzen sogenannte stumme Trägerinnen. Obwohl diese keine Hautveränderungen aufweisen, können sie den Hautpilz auf den Menschen oder auf andere Katzen übertragen. Am häufigsten sind diese stummen Trägerinnen unter den Perserkatzen, welche aus grossen Katzenzuchten stammen, anzutreffen. Es empfiehlt sich daher für abwehrgeschwächte Personen, keine Katzen aus grossen Katzenzuchten zu adoptieren.

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Dieser Artikel ist erschienen im "Katzen Magazin" 1 / 2002
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autorin:
Dr. med. vet. Danielle Gonin Jmaa
europäisch diplomierte Spezialistin in innerer Medizin ECVIM
Tierärztezentrum Agy, Granges-Paccot