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Harnabsatzstörungen

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Wie im ersten Teil bereits beschrieben wurde, können verschiedene Faktoren die Verstopfung der ableitenden Harnwege beeinflussen. Davon sind praktisch immer nur Kater betroffen, die wegen ihrer sehr schmalen Harnröhre im Penisbereich erkranken können. Im folgenden Text ist der Einfachheit halber meist von der Katze die Rede, wobei jedoch nur die männliche Katze gemeint ist, da diese Erkrankung bei Kätzinnen meines Wissens nicht vorkommt.

 

Welche Verhaltensveränderungen sind zu beobachten?

Die Katzen zeigen häufig einen starken Harndrang. Dabei wird häufig nur tröpfchenweise blutiger Harn, wenn überhaupt, abgesetzt. Oft werden diese Harntropfen auch ausserhalb der Katzenkiste gefunden, z. B. in der Dusche, im Bad oder auf dem Bett. Bei Verstopfung der Harnwege versuchen die Katzen sozusagen verzweifelt zu urinieren. Dabei miauen die Tiere oft in klagendem Ton und lecken sich vermehrt am Penis. Zum Teil verkriechen sie sich auch. Bei reinen Wohnungskatzen ist diese Störung des Harnabsatzes offensichtlich; bei Katzen, die vor allem draussen leben, werden diese Veränderungen jedoch häufig nicht erkannt und deshalb erst in einem fortgeschrittenen Stadium festgestellt.

 

Eine Verstopfung der Harnwege ist als lebensbedrohlicher Notfall zu behandeln!

Wird die Verstopfung nicht schnellstmöglich behoben, kommt es zu einem Rückstau in die Nieren und somit zu einer ungenügenden Ausscheidung von körpereigenen Abbaustoffen. Dies führt innerhalb von 36 - 48 Stunden
- je nach Ausmass der Verstopfung - zu fehlendem Appetit, Erbrechen, Austrocknung, Apathie und Schwäche. Wird die Verstopfung in diesem Stadium nicht sofort behoben, verschlechtert sich der Zustand der Katze rapide, und die Tiere sterben innert 3-6 Tagen.

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Dieser Artikel ist erschienen im "Katzen Magazin" 5 / 2004
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autorin:
Dr. med. vet. Barbara Hauser