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Hautkrankheiten, Teil 2: allergische Hautkrankheiten

Erkennen einer Allergie und Vorgehen

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Juckreiz ist das wichtigste Symptom bei einer Allergie und darf nicht fehlen. Bei Juckreiz kann sich die Katze mit den Hinterpfoten kratzen und sich mit den Krallen oft erhebliche Verletzungen an der vorderen Körperhälfte zufügen. Aber auch vermehrtes Putzen, Lecken oder sogar Ausreissen von Haaren bis zur Kahlheit (Alopezie) kann ein Zeichen für Juckreiz sein. Tückischerweise sieht man die sensiblen Katzen aber oft nicht kratzen oder lecken, sie machen das sehr diskret und sind Meisterinnen im Verstecken! Bei der tierärztlichen Untersuchung können dann aber Kratzspuren, Krallen mit Blutspuren oder abgeleckte Haare festgestellt werden. Manchmal erbrechen die Katzen auch nur vermehrt Haarballen. Es ist also oft gar nicht so offensichtlich zu erkennen, dass eine Katze unter einer Allergie leidet.

Das äussere Erscheinungsbild reicht nicht, um die verschiedenen Allergien voneinander zu unterscheiden. Eine Futterallergie zum Beispiel hat viele verschiedene Erscheinungsformen, genauso wie eine Flohallergie oder atopische Dermatitis (Allergie gegen Hausstaubmilben oder Pollen, vgl. unten). Wichtig zur Diagnosestellung sind einerseits eine ausführliche Vorgeschichte des Patienten mit Angaben, wo und wie die Katze lebt, was sie frisst, etc., aber auch eine gründliche Untersuchung und weiter gehende diagnostische Untersuchungen.

Bei der Behandlung aller Allergien steht natürlich zuerst das Ziel im Vordergrund, die allergieauslösende Substanz (oder auch mehrere Substanzen) herauszufinden. Ist man fündig geworden, gibt es zwei Arten, eine Allergie von Grund auf zu behandeln: Bei der ersten Therapieform versucht man, das Allergen auszuschalten oder den Kontakt damit zu vermeiden. Bei einer Floh- oder Futterallergie ist das einfacher: Den Flohbefall kann man behandeln, das Futter auf ein gut verträgliches wechseln. Aber bei einer atopischen Dermatitis sind die Hausstaubmilben oder Pollen meist nicht vermeidbar: Dann besteht die Möglichkeit, die Katze zu hyposensibilisieren (vgl. unten).
Manchmal gelingt es aber nicht, die allergieauslösende Substanz herauszufinden. Oder man findet das Allergen heraus, aber es lässt sich nicht eliminieren oder behandeln. Das kommt öfters z. B. bei einer Futterallergie vor, wo man weiss oder vermutet, was die allergische Katze nicht fressen sollte - aber sie weigert sich, ein anderes Futter zu fressen, oder frei laufende Katzen holen sich oft noch ein Futterhäppchen beim Nachbarn! Selbst kleine Mengen können reichen, um eine Allergie aktiv zu erhalten. Dann bleibt als Therapieform nur noch die Reduktion der Symptome und des Juckreizes übrig. Und das gelingt oft mit so genannten immunsupprimierenden Medikamenten, die das Immunsystem regulieren. Dazu gehören die verschiedenen Kortisonarten oder auch neuere Medikamente aus der Humanmedizin.

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Dieser Artikel ist erschienen im "Katzen Magazin" 2 / 2003
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autorin:
med. vet. Christina Sigrist