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Hautkrankheiten, Teil 2: allergische Hautkrankheiten

Die Flohallergie

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Die Flohallergie ist wohl die häufigste allergische Hauterkrankung der Katze. Der Speichel des Flohs, der während seiner Blutmahlzeit in die Katzenhaut gelangt, wirkt allergieauslösend (allergen). Typischerweise sind Katzen mit einer Flohallergie nur von wenigen Flöhen befallen! Oft kommt es auch vor, dass bei der genauen Untersuchung gar keine Flöhe oder kein Flohkot auf der Katze gefunden werden. Warum flohallergische Katzen von einer kleineren Anzahl von Flöhen befallen sind als nicht allergische, ist nicht bekannt. Eine mögliche Erklärung ist das ausgeprägte Putzverhalten allergischer Katzen. Man sagt, dass bei einer allergischen Katze EIN Flohstich reicht, damit es sie 14 Tage lang massiv juckt.

Das klinische Erscheinungsbild ist nicht einheitlich. Ein Teil der Katzen zeigt eine so genannte "miliare Dermatitis", wobei sehr viele kleine (miliare) Krusten meist über Rücken und Nacken oder anderen Körperstellen verteilt sind. Diese Krusten sind im dichten Katzenfell manchmal nicht leicht zu finden. Andere Katzen zeigen vermehrtes Putzverhalten vor allem im hinteren Rückenbereich, bis die Behaarung sehr spärlich wird und die Haut durchs Fell hindurchscheint. Auch hier findet man manchmal diese miliaren Krusten. Es gibt auch Katzen, die sich ganze Körperstellen blutig kratzen, meist am Kopf oder im Halsbereich - in schlimmen Fällen kann der ganze Körper von diesen Kratzspuren betroffen sein. Ab und zu kann man bei Katzen auch beobachten, dass ihr Rückenfell plötzlich mehrmals zuckt, bevor sie sich an dieser Stelle lecken, oder sie rennen abrupt in eine andere Ecke der Wohnung. Dies kann ein zusätzlicher Hinweis für Flohbefall sein. Möglich ist auch die Entwicklung einer Hautveränderung, die zur Gruppe des eosinophilen Granulom-Komplexes gehört. Diese Krankheit wird weiter unten genauer beschrieben.

Therapie ist hier eine strikte Flohbehandlung ALLER Katzen und Hunde, die im selben Haushalt leben oder engen Kontakt zur von der Allergie betroffenen Katze haben. Je mehr Tiere zusammenleben, desto rigoroser sollte vorgegangen werden. Zur Vorbeugung von Rückfällen empfiehlt sich auf jeden Fall eine gute, ganzjährige Flohprophylaxe (Therapie und Prophylaxe siehe KM 2/99). Die Prognose der Flohallergie ist mit den heutigen guten Flohmedikamenten relativ gut geworden, sofern diese regelmässig angewendet werden.

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Dieser Artikel ist erschienen im "Katzen Magazin" 2 / 2003
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autorin:
med. vet. Christina Sigrist