Home

Allgemeines

Auswahlseite Hunde

Auswahlseite Katzen

Allergische Hautkrankheiten

Allgemeines

Hintergründe

Erkennen und Vorgehen

Die Flohallergie

Die Futterallergie

Die atopische Dermatitis

Eosinophiler Granulom-Komplex

Psychogene Alopezie und psychogene Dermatitis

Kontakt

Suche

Hautkrankheiten, Teil 2: allergische Hautkrankheiten

Die Futterallergie

Vorherige Seite

Bei der Futterallergie reagiert die betroffene Katze allergisch gegen einen Futterbestandteil, wie z. B. Milchprodukte, Rindfleisch, Poulet, Fisch, Eier, etc. Eine Futterallergie kann ganz plötzlich auftreten. Auch wenn der Katze schon über längere Zeit immer dasselbe Futter angeboten wurde, kann sie also plötzlich auf einen Bestandteil eine Allergie entwickeln. Öfter wird jedoch eine Futterallergie beobachtet, wenn das Futter (Marke oder Inhaltsstoffe) geändert wurde. Die Katzen haben Juckreiz mit Kratzspuren am Kopf, Nacken, an den Ohren oder am ganzen Körper. Auch Erscheinungsformen der "miliaren Dermatitis", des eosinophilen Granulom-Komplexes (vgl. unten) oder kahl geleckte Hautstellen können vorkommen, wie beim Bild der Flohallergie schon beschrieben. Manchmal zeigen die Katzen zusätzlich auch dünneren Kot oder Durchfall.

Zur Diagnose der Futterallergie gibt es keinen einfachen Test, wie z. B. einen Bluttest, sondern das Futter muss versuchsweise über längere Zeit strikt umgestellt werden. Hat man vom Vorbericht her keinen Verdacht, welcher Futterbestandteil die Allergie ausgelöst hat, bekommt die Katze eine so genannte "Eliminationsdiät" für 8 - 12 Wochen. Damit will man möglichst viele potenzielle allergieauslösende Futterbestandteile entfernen. Das angebotene Futter soll aus wenigen Bestandteilen bestehen, welche die Katze bis jetzt noch nie gefressen hat. Am besten wird für die Katze gekocht, Pferdefleisch mit etwas Kartoffeln zum Beispiel. Ganz wichtig ist, dass die Katze während der Dauer der Eliminationsdiät nichts anderes als das neu ausgewählte Futter frisst: Sie darf keine Milch trinken und auch keine Leckereien zwischendurch erhalten. Das ist oft die einzige Möglichkeit herauszufinden, ob die Katze wirklich an einer Futterallergie leidet.
Dies durchzuführen ist aber oft nicht so einfach, da Katzen bekanntlich Schleckmäuler sind und eine Futterumstellung häufig nicht ohne weiteres akzeptieren. Eine andere Schwierigkeit zeigt sich wie bereits erwähnt bei Katzen, die Freilauf haben und sich auswärts verköstigen können. Wer weiss schon genau, welche Futterplätze von einer Katze in der Nachbarschaft heimlich noch aufgesucht werden?

Nächste Seite

Dieser Artikel ist erschienen im "Katzen Magazin" 2 / 2003
Verlangen Sie eine Probenummer unter Tel. 044 / 835 77 35

Autorin:
med. vet. Christina Sigrist